Mannheim modernisiert Notruf-System für 5,1 Millionen Euro
In der Hauptfeuerwache in Mannheim (Baden-Württemberg) wurde ein wichtiger Teil der Rettungskette erneuert. Am Dienstag, den 21. Juli, startete das neue Einsatzleit- und Kommunikationssystem der Integrierten Leitstelle. Das alte System war bereits 26 Jahre alt und wurde nun komplett ersetzt.
Die Umstellung war ein riskantes Manöver. Da die Notrufe der 112 rund um die Uhr ankommen, musste die Technik im laufenden Betrieb gewechselt werden. Sicherheitsbürgermeister Dr. Volker Proffen verglich diesen Vorgang mit einer Operation am offenen Herzen. Die Mitarbeiter der Feuerwehr und der Leitstelle hatten den Wechsel über Monate hinweg vorbereitet.
Das neue System hilft den Mitarbeitern in der Leitstelle dabei, die Einsatzmittel besser zu planen und die Kommunikation mit der Feuerwehr und dem Rettungsdienst zu verbessern. Ein wichtiger Vorteil ist, dass der Standort eines Notrufers nun automatisch angezeigt wird. Das neue Programm läuft stabiler und zuverlässiger als das alte.
In Zukunft kommen weitere Funktionen hinzu. So soll bald ein Chat-System eingeführt werden, mit dem Notrufe per Textnachricht eingehen können. Zudem ist eine Lösung geplant, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) Übersetzungen übernimmt. So sollen Sprachbarrieren bei Notfällen schneller überwunden werden.
Die Modernisierung kostete die Stadt Mannheim 5,1 Millionen Euro. Mit dieser Investition will die Stadt die Sicherheit der Menschen verbessern und die Zusammenarbeit mit anderen Leitstellen in der Metropolregion Rhein-Neckar stärken.
Quelle: Mannheim – zur Originalmeldung