Mannheim: Herschelbad wird zum Kultur- und Hotelzentrum
Das Herschelbad in Mannheim (Baden-Württemberg) ist ein echtes Wahrzeichen der Stadt, doch als Schwimmbad hat es keine Zukunft mehr. Eine Modernisierung wäre für die Stadt zu teuer. Zudem haben Investoren kein Interesse an einem klassischen Badebetrieb in dem denkmalgeschützten Gebäude. Deshalb gibt es nun einen neuen Plan: Das Bad soll in einen urbanen Ort für Kultur, Wirtschaft und Gastlichkeit verwandelt werden.
Der Mannheimer Gemeinderat hat bereits zugestimmt, dass die Firma machwerkstadt GmbH das Gebäude im Erbbaurecht übernehmen darf. Gemeinsam mit der Stadt soll ein Konzept entwickelt werden, das das Gebäudeensemble langfristig rettet. Das Ziel ist es, den historischen Charme des Jugendstil-Baus zu bewahren, aber die Nutzung komplett zu ändern.
Geplant ist ein Mix aus verschiedenen Angeboten. Es soll ein Boutique-Hotel mit einem Spa-Bereich und einem Dachgarten entstehen. Außerdem sind ein Restaurant, ein Café und eine Bar vorgesehen. Die großen Schwimmhallen sollen nicht einfach zugemauert werden. Stattdessen sollen sie als besondere Räume für Konzerte, Ausstellungen, Fachkongresse und Firmenfeiern genutzt werden. Damit soll das Herschelbad eine Ergänzung zum Congress Center Rosengarten werden, allerdings für kleinere Veranstaltungen mit besonderer Atmosphäre.
Ein wichtiger Teil des Plans ist die soziale Verantwortung. Das Bad wurde ursprünglich von Bernhard Herschel gestiftet, dem es wichtig war, auch Bedürftigen zu helfen. Deshalb sollen die sogenannten Wannenbäder für obdachlose Menschen erhalten bleiben, damit diese dort weiterhin ihre Hygiene pflegen können.
Bevor es richtig losgeht, müssen aber noch drei Bedingungen erfüllt sein: Die Pläne müssen mit dem Denkmalschutz vereinbar sein, das Geschäftsmodell muss wirtschaftlich funktionieren und die Sanierung muss technisch machbar sein. Erst wenn diese Punkte geklärt sind, wird der endgültige Vertrag unterschrieben. In den nächsten Monaten werden nun die Details zu den Genehmigungen und möglichen Betreibern geprüft.
Quelle: Mannheim – zur Originalmeldung