Mainz: Seniorin durch Fake-Sperrfenster im Internet betrogen
Die Seniorin suchte am Montag, den 31. August 2026, im Internet nach Angeboten für ihren nächsten Urlaub. Plötzlich änderte sich die Situation auf ihrem Bildschirm: Mehrere Fenster öffneten sich gleichzeitig. Darin stand, dass ihr Computer nun gesperrt sei. Um den PC wieder freizuschalten, solle sie eine angezeigte Telefonnummer anrufen.
Die Frau folgte der Anweisung und rief die Nummer an. Das Gespräch dauerte eineinhalb Stunden. Während dieser Zeit drängten die unbekannten Betrüger sie dazu, verschiedene Geschenkkarten zu kaufen. Im Vertrauen auf die Stimme am Telefon gab die Seniorin den Männern sogar ihre Bankdaten preis.
Irgendwann bemerkte die Frau jedoch, dass etwas nicht stimmte. Sie beendete das Telefonat und verließ ihr Haus. Draußen traf sie auf eine aufmerksame Zeugin, die ihr sofort half. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass das Bankkonto schnell gesperrt wurde. Dadurch konnten die Betrüger kein Geld abheben, und die Seniorin erlitt keinen finanziellen Verlust.
Später sprach die Frau eine Streife der Polizei aus Ingelheim an und berichtete von dem Vorfall in Mainz (Rheinland-Pfalz). Die Polizei nutzt den Fall nun für eine Warnung an alle Internetnutzer. Man solle niemals Passwörter, PINs oder TANs an Fremde weitergeben und keine unbekannten Links öffnen. Besonders bei Zeitdruck oder Drohungen am Telefon ist Skepsis geboten. Geldforderungen sollten immer unabhängig geprüft werden. Wer den Verdacht hat, betrogen zu werden, soll den Kontakt sofort abbrechen und bei Geldverlust direkt die Bank informieren.
Die Ermittlungen gegen die unbekannten Täter dauern an.