Mainz-Neustadt: 15-Jähriger auf E-Scooter stürzt bei Flucht
Am späten Montagabend, dem 3. August 2026, bemerkten Polizisten in der Nackstraße in Mainz-Neustadt (Mainz, Rheinland-Pfalz) einen schwarzen E-Scooter. An dem Gerät fehlte das Versicherungskennzeichen, weshalb die Beamten den Fahrer anhalten wollten.
Doch der 15-Jährige hielt nicht an. Obwohl das Blaulicht leuchtete, die Anzeige „STOPP POLIZEI“ sichtbar war und die Polizei ihn über Lautsprecher aufforderte, stehenzubleiben, raste er einfach weiter. Dabei fuhr er in der Kurfürstenstraße sogar entgegen der Fahrtrichtung. Die Polizei schätzt, dass er dabei bis zu 70 km/h schnell war. Damit war der Roller deutlich schneller, als es für solche Elektrokleinstfahrzeuge erlaubt ist.
Die Flucht ging riskant weiter. Im Bereich der Boppstraße und Kaiserstraße sowie an einer Ampel in Richtung Neubrunnenstraße überfuhr der Jugendliche zweimal das Rotlicht. Er achtete dabei nicht auf den Querverkehr.
In der Neubrunnenstraße passierte dann das Unglück: Der Fahrer überfuhr ein Schlagloch, verlor die Kontrolle über den E-Scooter und prallte gegen zwei geparkte Autos. Dabei stürzte er und verletzte sich leicht.
Auch nach dem Crash gab der 15-Jährige nicht auf. Er sprang vom Roller und versuchte, zu Fuß zu flüchten. In der Kaiserstraße konnten die Polizisten ihn schließlich einholen und festnehmen.
Jetzt stehen mehrere Verfahren gegen den Jugendlichen. Es geht unter anderem um den Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie weitere Verkehrsdelikte. Ob und inwieweit sich der Jugendliche strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.