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Märkischer Kreis sucht Wege für mehr Hausärzte

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Fast die Hälfte der Ärzte im Kreis ist über 60 Jahre alt. Landrat Ralf Schwarzkopf und die Kassenärztliche Vereinigung suchen nun nach Lösungen für den Nachwuchs.

Im Kreishaus Lüdenscheid (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) trafen sich Landrat Ralf Schwarzkopf und die Fachbereichsleiterin für Gesundheit, Leslie Kamphuis, mit Dr. Michael Achenbach. Achenbach leitet seit dem 21. April 2026 die Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) in Lüdenscheid. Er hat Dr. Martin Junker abgelöst und ist nun der Ansprechpartner für Ärzte und Psychotherapeuten in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und im Märkischen Kreis.

Das Problem ist ernst: Fast die Hälfte aller Haus- und Fachärzte im Märkischen Kreis ist bereits 60 Jahre oder älter. Das bedeutet, dass in nächster Zeit viele Praxen einen neuen Besitzer brauchen. Gleichzeitig brauchen die Menschen in der Region mehr medizinische Hilfe. Landrat Schwarzkopf betont, dass man nicht warten dürfe, bis Praxen tatsächlich schließen. Man müsse junge Mediziner davon überzeugen, dass der Kreis ein guter Ort zum Leben und Arbeiten ist.

Ein großes Hindernis ist, dass sich das Berufsbild verändert hat. Viele junge Ärzte wollen heute nicht mehr unbedingt in die Selbstständigkeit mit einer eigenen Praxis. Stattdessen sind Angestelltenverhältnisse oder Teilzeitmodelle attraktiver. Dr. Achenbach sagt dazu, dass man den jungen Leuten die Chancen auf dem Land zeigen müsse. Wer heute Medizin studiert, möchte oft Verantwortung übernehmen, aber trotzdem planbare Arbeitszeiten haben. Wenn es darauf keine Antworten gibt, bleibe der Nachwuchs aus.

Ein wichtiger Ansatz ist die Ausbildung. Medizinstudierende sollen schon früh Kontakt zum Landleben bekommen. Eine starke Weiterbildung in der Allgemeinmedizin soll helfen, junge Ärzte in der Region zu halten. In diesem Zusammenhang berichtete Dr. Achenbach über Modellprojekte im Hochsauerlandkreis und in Herford sowie über sogenannte Weiterbildungsverbünde, die die Ausbildung in einer Region besser organisieren können.

Wie genau diese neuen Arbeitsmodelle im Märkischen Kreis umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Die Gespräche zwischen dem Kreis und der Kassenärztlichen Vereinigung dauern an.

Quelle: Märkischer Kreis – zur Originalmeldung

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