Märkischer Kreis: Polizei jagt Raser an vier Messstellen
Die Beamten der Kreispolizeibehörde haben in den vergangenen Tagen an vier verschiedenen Stellen im Kreisgebiet die Geschwindigkeit gemessen. Insgesamt fuhren 3.052 Autos an den Radargeräten vorbei. Die Bilanz ist ernüchternd: Viele Fahrer hielten sich nicht an die Tempolimits, teilweise mit heftigen Überschreitungen.
Am Freitagmorgen starteten die Polizisten in Menden. Zwischen 07:05 Uhr und 10 Uhr kontrollierten sie auf der Berliner Straße das Tempo. Von 210 Autos waren 36 zu schnell und bekamen ein Verwarngeld. Bei sechs Fahrern war das Tempo so hoch, dass eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit folgte. Ein Auto mit MK-Kennzeichen raste innerorts mit 59 km/h durch die Kontrolle, obwohl dort nur 30 km/h erlaubt sind.
Kurz darauf, am Freitagmittag, ging es nach Iserlohn-Sümmern. In der Kornblumenstraße kontrollierten die Beamten von 11:10 Uhr bis 13:10 Uhr einen Bereich, in dem eigentlich nur Schrittgeschwindigkeit gilt. Hier war jeder einzelne der 20 gemessenen Fahrer zu schnell. 14 Leute bekamen ein Verwarngeld, sechs weitere eine Anzeige. Ein Auto aus dem Märkischen Kreis war mit 41 km/h der schnellste Fahrer an diesem Ort.
Am Samstag verlagerte sich der Fokus auf die L 692 in Nachrodt-Wiblingwerde. Von 11:46 Uhr bis 16:30 Uhr kam ein ESO-System zum Einsatz. 838 Fahrzeuge wurden gemessen, 124 davon waren zu schnell. Das führte zu 78 Verwarngeldern und 46 Anzeigen. Zwei Autofahrer müssen nun wohl mit einem Fahrverbot rechnen. Besonders extrem war ein Fall: Ein Wagen mit Hamburger Kennzeichen raste außerhalb der Ortschaft mit 119 km/h durch die Messstelle, erlaubt waren nur 70 km/h.
Am Sonntag standen die Beamten schließlich auf der L 561 in Herscheid-Birkenhof. Zwischen 07:12 Uhr und 15:30 Uhr passierten 1.984 Autos das ESO-Gerät. 107 Verwarngelder und 35 Anzeigen waren die Folge, drei Fahrer riskieren ein Fahrverbot. Auch hier gab es einen extremen Fall: Ein Auto aus dem Kreis wurde mit 122 km/h gemessen, obwohl nur 70 km/h erlaubt waren.
Die Polizei will das Geschwindigkeitsniveau auf den Straßen dauerhaft senken. Deshalb kündigen die Beamten an, auch in Zukunft konsequent zu kontrollieren.
Ob und inwieweit sich die betroffenen Fahrer strafbar gemacht haben, klärt nun die zuständige Behörde. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis – zur Originalmeldung