Lünen: Fluchtfahrt durch Krankenhaus-Gebüsch
In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 2. August 2026, bemerkte eine Polizeistreife in Lünen gegen 4:17 Uhr einen dunklen Pkw auf der Borker Straße. Der Wagen fuhr mit komplett ausgeschaltetem Licht, was den Beamten sofort auffiel.
Als die Polizei den Fahrer anhalten wollte, gab dieserInstead Gas. Er bog scharf auf die Zufahrt des Marien Hospitals ab. Auf dem Gelände überfuhr der Mann mehrere Begrenzungspoller und raste schließlich mitten durch das Gebüsch, um auf die Konrad-Adenauer-Straße zu gelangen.
Die Polizisten versuchten, den Wagen zu verfolgen. Dabei passierte genau dasselbe wie beim flüchtigen Fahrer: Auch der Streifenwagen überfuhr die Poller und nahm einen leichten Sachschaden in Kauf. Die Beamten brachen die Verfolgung jedoch ab, da sie befürchteten, dass das Auto noch stärker beschädigt wird. Der dunkle Pkw verschwand daraufhin in der Nacht.
Die Polizei gab jedoch nicht auf. Die Ermittler fanden den 51-jährigen Halter des Wagens zu Hause im Bett. In dem Gespräch mit dem schlafenden Mann gelang es den Beamten, wichtige Hinweise auf die Identität des Fahrers zu bekommen.
Gegen den Fahrer wurde nun ein Strafverfahren eingeleitet. Er muss mit Anklagen wegen Unfallflucht und weiteren Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung rechnen. Die Ermittlungen dauern an.