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Lüneburg: Kaltblutpferde pflegen Fläche in Ochtmissen

Foto: Hansestadt Lüneburg&nbsp

Ab dem 10. August kommen in Lüneburg Pferde zum Einsatz, um eine städtische Ausgleichsfläche von wilden Sträuchern und Bäumen zu befreien.

In Lüneburg (Niedersachsen) setzt die Stadt auf natürliche Hilfe bei der Landschaftspflege. Ab dem 10. August 2026 werden Kaltblutpferde auf einer Ausgleichsfläche in Ochtmissen eingesetzt. Das Gelände liegt westlich neben der Vögelser Straße 22.

Die Tiere sollen dabei helfen, die Fläche zu entkusseln. Das bedeutet, dass aufgekommene Birken, Kiefern und Traubenkirschen entfernt werden. Wenn die Stadt diese Pflanzen nicht wegnimmt, würde das Gebiet mit der Zeit verbuschen und zuwachsen. Die Pferde ziehen die Gehölze mit einer Kette aus dem Boden, wobei die Wurzeln meist direkt mit herauskommen. Das funktioniert bei Bäumen, deren Stamm einen Umfang von bis zu 50 Zentimetern hat.

Bei größeren Bäumen gehen die Arbeiter anders vor: Sie entfernen teilweise die Rinde, damit die Pflanzen gezielt absterben. Die entfernten Pflanzen werden entweder ganz weggebracht oder als Totholzhaufen auf der Fläche gelassen. Das ist Absicht, denn so entstehen wichtige Lebensräume für Vögel und Insekten.

Der Einsatz der Pferde hat auch einen Grund für den Naturschutz. Auf der Fläche leben geschützte Zauneidechsen und seltene Rentierflechten, die im Zuge des Bauprojekts Hanseviertel dort angesiedelt wurden. Die Pferde schonen den Boden deutlich mehr als schwere Maschinen. Eine Person wird die Tiere während der gesamten Zeit anleiten und begleiten.

Die Arbeiten werden voraussichtlich drei Tage dauern.

Quelle: Lüneburg – zur Originalmeldung

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