Lübeck: Vier Menschen nach Geldautomaten-Raub gefasst
Es war Mittwochvormittag gegen 10 Uhr in Lübeck (Schleswig-Holstein). In der Kronsforder Allee fiel einem Zeugen eine Frau auf, die an einem Bankautomaten bei einem Supermarkt stand. Das Besondere: Die Frau war vermummt. Sie hob dort mehrfach Geld ab.
Nachdem sie fertig war, stieg die Frau in einen VW Passat ein. Drei weitere Menschen saßen bereits im Wagen: eine zweite Frau und zwei Männer. Gemeinsam fuhren sie in Richtung St. Jürgen-Ring davon. Der Zeuge reagierte schnell, informierte die Polizei und gab eine Beschreibung der Leute sowie das Kennzeichen des Autos durch.
Die Polizei konnte den VW Passat nicht lange suchen. In der Geniner Straße stoppten die Beamten das Fahrzeug. Im Wagen saßen zwei Männer und zwei Frauen im Alter von 21, 27 und 51 Jahren. Alle vier haben die bulgarische Staatsbürgerschaft.
Bei der Durchsuchung des Autos machten die Polizisten eine Beute: Sie fanden Vermummungsmaterial und Bargeld in vierstelliger Höhe. Erst danach kam heraus, was vorher passiert war. Einer anderen Frau war kurz zuvor beim Einkaufen im Supermarkt in der Kronsforder Allee die Geldbörse mit ihren EC-Karten gestohlen worden. Die Täter hatten das Geld wohl direkt danach am Automaten abgehoben. Die Polizei vermutet, dass eine der Frauen im Passat die Abbuchungen vorgenommen hat.
Die vier Menschen wurden fotografiert und ihre Fingerabdrücke genommen. Das gefundene Geld hat die Polizei beschlagnahmt. Das Kommissariat 14 der Lübecker Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Diebstahls und Computerbetruges.
Ob und inwieweit sich die Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.