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Lübeck: Reizgas-Attacke auf Linienbus

Zwei Männer sprühten am Donnerstagabend eine reizende Substanz in einen Bus. Elf Menschen erlitten Atemwegsprobleme.

Es war Donnerstagabend gegen 22:30 Uhr, als in einem Bus der Linie 5 in Lübeck (Schleswig-Holstein) Unruhe aufkam. Zwei junge Männer waren bereits während der Fahrt auf der Brandenbaumer Landstraße in Richtung Bohlkamp aufgefallen. Sie unterhielten sich lautstark und traten gegen die Sitze im Bus.

An der Haltestelle Eichholz Teich stiegen die beiden Männer aus. Doch sie ließen die Fahrgäste nicht in Ruhe. Von außen sprühten sie eine reizende Substanz durch ein offenes Fenster direkt in den Fahrgastraum. Die Menschen im Bus bekamen sofort Atemwegsprobleme und sagten dem Fahrer Bescheid.

Der Busfahrer hielt das Fahrzeug an der Endhaltestelle Lübeck Eichholz an. Dort kümmerten sich die Retter des Rettungsdienstes um die Betroffenen. Insgesamt mussten zehn Fahrgäste und der Busfahrer medizinisch versorgt werden. Ein Transport ins Krankenhaus war zum Glück nicht nötig. Wegen der verunreinigten Luft konnte der Bus vorerst nicht weiterfahren und wurde aus dem Betrieb genommen.

Die Polizei suchte die Gegend ab, konnte die beiden Männer aber nicht finden. Nach aktuellem Stand handelt es sich bei dem Stoff wohl um Reizgas oder etwas Ähnliches. Die Beamten suchen nun zwei Verdächtige im Alter von etwa 20 bis 25 Jahren. Beide sind zwischen 170 und 180 Zentimeter groß. Einer der Männer ist schlank und hat ein arabisches Erscheinungsbild. Der zweite Mann ist dick, europäisch und trug eine Sportbrille, grüne Kleidung sowie eine weiße Hose. Zudem hatte er einen schwarzen Rucksack dabei.

Die Polizei wertet derzeit Videomaterial und Zeugenaussagen aus. Wer etwas zum Vorfall an der Haltestelle Eichholz Teich weiß, soll sich unter der Nummer 0451-1310 melden.

Die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in mehreren Fällen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeidirektion Lübeck – zur Originalmeldung

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