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Lübeck: Bewaffneter Mann rast über Autobahn

Ein 40-Jähriger hat am Samstagabend mit seinem Auto eine gefährliche Jagd über die A1 hinterlassen. Die Polizei konnte ihn erst nach einer langen Verfolgungsjagd stoppen.

Am Samstagabend gegen 21:55 Uhr begann das Chaos auf der A1 bei Lübeck (Schleswig-Holstein). Ein 40-jähriger Mann aus Mecklenburg-Vorpommern raste in einem weißen Kia Kombi vom Kreuz Hamburg Ost aus in Richtung Norden. Der Fahrer befand sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand und ignorierte alle Versuche der Polizei, ihn zum Anhalten zu bewegen.

Der Mann fuhr viel zu schnell und wechselte ständig die Spur. Er überholte andere Autos sogar mit hoher Geschwindigkeit auf dem Standstreifen. Mehrere Streifenwagen versuchten, ihn durch langsames Fahren zu stoppen, doch der Fahrer überholte die Beamten gefährlich. Dabei touchierte er auch das Auto eines anderen Fahrers.

Erst zwischen den Anschlussstellen Neustadt Pelzerhaken und Lensahn war die Fahrt gegen 22:40 Uhr zu Ende. Die Polizei setzte einen Stoppstick ein und führte Anhaltemanöver durch. Bei dem Stopp wurde der weiße Kia beschädigt, aber auch zwei Streifenwagen erlitten Schäden. Das Spezialeinsatzkommando Schleswig-Holstein griff ein und überwältigte den Mann. Er war bewaffnet; die Polizei nahm ihm eine Schreckschusswaffe ab. Verletzungen gab es glücklicherweise nicht.

Der Mann wurde danach in eine Fachklinik gebracht. Wegen des Einsatzes blieb die A1 zwischen Lensahn und Neustadt Pelzerhaken von 22:45 Uhr bis tief in die Nacht, etwa 04:30 Uhr, komplett gesperrt. Der Verkehr musste umgeleitet werden.

Das Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Scharbeutz ermittelt nun zu dem Vorfall. Die Beamten suchen Zeugen, die das Fahrverhalten des Mannes beobachtet haben oder selbst gefährdet oder geschädigt wurden. Wer Hinweise, Fotos oder Videos hat, kann diese unter der Telefonnummer 04524-70770 melden.

Ob und inwieweit sich der Mann strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeidirektion Lübeck – zur Originalmeldung

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