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Ludwigsstadt: Diakoniestation feiert Jubiläum in der Feldstraße

In einem Raum sitzen Menschen an Biertischgarnituren. Ganz vorn stehen Frauen in blauen Shirts in einer Reihe nebeneinander. Die Menschen klatschen für die Frauen. Foto: Heike Schülein

Die Diakoniestation Ludwigsstadt ist seit zehn Jahren in ihrer Zentrale in der ehemaligen Kartonagenfabrik untergebracht. Mit einem Fest wurde die Arbeit des Teams gewürdigt.

In der Feldstraße 12 in Ludwigsstadt (Landkreis Kronach, Bayern) wurde kürzlich ein besonderes Jubiläum gefeiert. Die Diakoniestation ist dort seit zehn Jahren zu Hause. Im Juni 2016 war das Team in die Räume der ehemaligen Kartonagenfabrik Harnisch gezogen. Zuvor war der Platz in der Bahnhofstraße zu klein geworden, zudem war das alte Gebäude in einem schlechten Zustand.

Pflegedienstleiterin Kerstin Haag betonte beim Fest, dass das Gebäude mehr als nur Büros und Lager sei. Es ist der Ort, von dem aus die Pflegekräfte täglich zu den Patienten aufbrechen, um ihnen zu Hause Sicherheit und Würde zu geben. Haag dankte besonders ihrer Vorgängerin Bernhilde Treuner für deren Weitblick. Auch Pfarrer Albrecht Bischoff war maßgeblich am Kauf und Umbau des Hauses beteiligt gewesen, konnte am Fest jedoch nicht dabei sein.

Die Arbeit der Pflegekräfte wird oft unterschätzt. Sie sind bei jedem Wetter unterwegs, hören den Menschen zu und spenden Trost. Bürgermeister Timo Ehrhardt, der auch im Diakonieverein mitwirkt, hob hervor, dass durch diesen Dienst ältere Menschen länger in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben können. Landrat-Stellvertreter Oliver Skall bezeichnete die Leistung der Station in Ludwigsstadt und der gesamten Rennsteigregion als außergewöhnlich.

Der Festtag begann mit einem Gottesdienst von Pfarrerin Kim Kießling. Sie sprach in ihrer Predigt über das Symbol der Tür, da sich das Team in den letzten zehn Jahren unzähligen Türen von Patienten mit ganz eigenen Lebensgeschichten geöffnet habe. Zum Abschluss gab es für die Belegschaft einen Segen.

Das Fest bot für alle etwas: Die Kapelle „Blech to the roots“ sorgte für Musik, es gab eine Tombola und eine Hüpfburg für Kinder. Auch der örtliche Kindergarten trat auf. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, bei Besichtigungen einen Blick in die Räumlichkeiten zu werfen.

Heute arbeiten rund 30 Menschen bei der Diakoniestation. Sie versorgen etwa 200 Patienten in der Großgemeinde Ludwigsstadt und teilweise auch in Lehesten.

Quelle: Ludwigsstadt – zur Originalmeldung

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