Ludwigshafen: Betrüger nutzen neue WhatsApp-Masche
In Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) ist eine Frau Opfer einer neuen Betrugsmasche geworden. Am Freitag, den 21. August 2026, erhielt sie eine Nachricht über WhatsApp. Die Nachricht kam aus dem Chat ihrer eigenen Schwester, sodass die Frau keinen Grund hatte, misstrauisch zu sein. Doch in Wahrheit hatten Betrüger bereits das Konto der Schwester übernommen.
Unter einem Vorwand bat die angebliche Schwester um Geld. Die Frau glaubte der Nachricht und überwies 500 Euro auf ein Konto, das sie nicht kannte. Erst später kam heraus, dass sie nicht ihrer Verwandten, sondern Kriminellen geholfen hatte.
Die Polizei warnt nun vor der Methode, die „Ghost Pairing“ genannt wird. Dabei verknüpfen die Täter ein eigenes Gerät mit dem WhatsApp-Konto des Opfers. Oft beginnt das Ganze mit einer Nachricht von einem bereits gehackten Bekannten. Die Opfer sollen dann auf einen Link klicken oder eine Sicherheitsprüfung machen. Dabei geben sie oft einen Kopplungscode ein oder bestätigen die Verbindung eines neuen Geräts.
Das Gefährliche daran ist, dass das eigene Handy danach ganz normal weiterläuft. Man merkt oft gar nicht, dass jemand anderes mitliest, Kontakte klaut oder im eigenen Namen Nachrichten verschickt. So werden dann Freunde und Familie gezielt angelogen, um an ihr Geld zu kommen.
Die Beamten raten deshalb, keine fremden Geräte mit dem Konto zu verknüpfen und keine Codes an andere weiterzugeben. Man sollte bei ungewöhnlichen Nachrichten lieber kurz anrufen, um zu prüfen, ob die Person wirklich der Absender ist. Zudem hilft die Zwei-Schritt-Verifizierung in den Einstellungen.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft.