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Ludwigsburg spart Millionen durch Projekt WIN LB

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Die Stadt Ludwigsburg steckt in einer finanziellen Krise und muss massiv sparen. Mit dem Projekt WIN LB will die Verwaltung die Ausgaben senken und Abläufe digitalisieren.

Die Stadt Ludwigsburg (Baden-Württemberg) hat ein Problem mit dem Geld. Die Haushaltslage hat sich in den letzten Jahren stark verschlechtert. Während das Ergebnis im Jahr 2022 noch bei rund 21,65 Millionen Euro lag, rechnet die Stadt für 2025 mit einem Minus von rund 21,40 Millionen Euro. Auch die Schulden steigen steil an: Von rund 21,74 Millionen Euro im Jahr 2022 auf geplant 97,50 Millionen Euro bis 2025.

Um nicht handlungsunfähig zu werden, hat die Stadt Ende 2023 das Projekt „WIN LB“ gestartet. Das Ziel ist es, die Verwaltung moderner und digitaler zu machen. Es sollen Entscheidungswege verkürzt und der Personalbestand reduziert werden. Insgesamt will die Stadt den Haushalt im laufenden Betrieb jedes Jahr um mindestens 15 Millionen Euro entlasten. Die Stadt betont dabei, dass sie nicht „kaputtgespart“ werden dürfe, aber genau prüfen muss, was sie sich noch leisten kann.

Bisher wurden bereits mehrere Schritte unternommen. Im April 2024 wurde die Sozialarbeit für Geflüchtete zurück an den Landkreis Ludwigsburg gegeben. Für den Haushalt 2025 schlug die Verwaltung ein Paket mit 23 Einzelmaßnahmen vor, das größtenteils beschlossen wurde. Im Juni 2025 folgte ein zweites Paket. Hier lehnten die Politiker einige Vorschläge ab, wie zum Beispiel die Abschaffung des StadtTickets. Im September 2025 wurde ein drittes Paket mit elf Einzelthemen einstimmig beschlossen, nachdem die Regeln für die Sportförderung separat behandelt wurden.

Die Maßnahmen zeigen laut Stadtverwaltung bereits Wirkung. Bis Januar 2026 konnten positive Effekte von rund 11,8 Millionen Euro für die Jahre 2025 und 2026 eingeplant werden. Das setzt sich aus rund 3,17 Millionen Euro weniger Sachaufwand, rund 3,17 Millionen Euro weniger Personalaufwand und Mehrerträgen in Höhe von rund 6,02 Millionen Euro zusammen.

Ob die Ersparnisse in den kommenden Jahren noch steigen müssen, bleibt abzuwarten. Die Stadt rechnet damit, dass sich die Lage aufgrund notwendiger Investitionen und zu geringer Hilfe vom Bund und vom Land weiter zuspitzen wird.

Quelle: Ludwigsburg – zur Originalmeldung

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