Ludwigsburg: Schlägerei mit Metallstühlen auf dem Arsenalplatz
Es sollte eigentlich ein klärendes Gespräch werden. Ein 17-Jähriger und ein bisher unbekannter Gegner wollten sich am Freitag gegen 0:20 Uhr auf dem Arsenalplatz in Ludwigsburg (Baden-Württemberg) treffen, um einen persönlichen Streit aus der Welt zu schaffen. Doch die Fronten waren bereits verhärtet, und niemand kam allein.
Der 17-Jährige wurde von einem Gleichaltrigen und einem 19-Jährigen begleitet. Die Gegenseite war deutlich überlegen: Der unbekannte Gegner tauchte mit acht bis neun Begleitern auf. Insgesamt waren etwa ein Dutzend Menschen beteiligt.
Das Gespräch eskalierte schnell. Die Gruppen begannen sich zu schubsen und zu schlagen. Dabei griffen die Jugendlichen zu den Metallstühlen, die auf dem Platz standen. Sie benutzten die Stühle als Waffen, schlugen damit oder warfen sie gegeneinander. Bei diesem Handgemenge wurde der 17-Jährige von einem anderen 17-Jährigen der gegnerischen Gruppe mit einem Metallstuhl beworfen und verletzt.
Mehrere Notrufe gingen bei der Polizei ein, woraufhin sofort mehrere Streifenwagen zum Arsenalplatz rasten. Als die Beamten eintrafen, löste sich die Gruppe auf und viele Jugendliche flüchteten in verschiedene Richtungen. Die Polizei nahm die Verfolgung auf. In der Wilhelmstraße an der Ecke Körnerstraße sowie in der Seestraße konnten die Beamten mehrere Menschen stoppen und kontrollieren.
In der Seestraße fanden die Polizisten den verletzten 17-Jährigen. Er blutete stark, weshalb die Retter gerufen wurden. Sie brachten den Jugendlichen zur Behandlung in ein Krankenhaus.
Nachdem die Maßnahmen vor Ort beendet waren, ließen die Beamten die angetroffenen Menschen wieder laufen. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.