Ludwigsburg: Haus-Sanierung in nur 22 Tagen geschafft
In Ludwigsburg (Baden-Württemberg) ist ein Experiment gelungen. Ein Wohnhaus aus dem Jahr 1930 in der Oststadt wurde in Rekordzeit saniert. Es dauerte gerade einmal 22 Werktage, bis die Arbeiten abgeschlossen waren. Marileen und Patrik Horner hatten das Haus Anfang des Jahres gekauft. Das Gebäude war in einem schlechten Zustand und musste dringend modernisiert werden.
Das Paar entschied sich für einen sogenannten Sanierungssprint. Dabei wurde das Haus komplett energetisch aufgewertet. Das bedeutet: Das Dach, die Fassade, die Kellerdecke und die Kellerinnenwände wurden gedämmt. Auch die Fenster wurden ausgetauscht. Zudem installierten die Handwerker eine Photovoltaik-Anlage und eine Heizung, die zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien läuft. Damit übertrifft das Haus sogar die aktuellen gesetzlichen Anforderungen.
Damit das Ganze so schnell klappte, war eine extrem genaue Planung nötig. Der Koordinator Maximilian Chamaoun erstellte einen Taktplan. Er stimmte die Arbeit der verschiedenen Handwerksbetriebe aus der Region genau aufeinander ab. So wussten alle Beteiligten exakt, wann welches Material geliefert werden muss und wer wann an der Reihe ist. Finanziell wurde das Projekt unterstützt: Die Stadt Ludwigsburg stellte Fördermittel des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 25.000 Euro bereit.
Die Stadt möchte mit diesem Erfolg anderen Hausbesitzern Mut machen. Baubürgermeisterin Andrea Schwarz betont, dass eine Sanierung nicht immer monatelang dauern muss. Das Ziel ist es, die Wärmewende in der Stadt voranzutreiben. Wer sein Haus modernisiert, senkt dauerhaft die Energiekosten und steigert den Wert der Immobilie.
Wer mehr über das Konzept wissen möchte, kann Informationen auf der Website der Stadt unter ludwigsburg.de/sanierungssprint finden. Details zu den beteiligten Betrieben gibt es zudem über die Energieagentur Kreis Ludwigsburg e.V. unter www.lea-lb.de.