Ludwigsburg: Betrunkene Frau verursacht Unfall auf der A8
Es war Dienstagvormittag, kurz vor Mittag, als es auf der A8 bei Ludwigsburg (Baden-Württemberg) krachte. Gegen 11:50 Uhr staute sich der Verkehr in Richtung Stuttgart zwischen den Ausfahrten Esslingen und S-Plieningen. Eine 43-jährige Frau in einem Mercedes wollte wohl schneller an die Ausfahrt gelangen.
Anstatt im Stau zu warten, lenkte sie ihren Wagen verbotswidrig auf den Seitenstreifen. Dort überholte sie die anderen Autos, die auf der rechten Spur standen. Als sie den Ausfädelungsstreifen zur Anschlussstelle S-Plieningen erreichte, passierte es: Ein 55-jähriger Mann wechselte mit seinem Tesla ganz normal von der Fahrbahn auf den Ausfädelungsstreifen. Dabei übersah er die Mercedes-Fahrerin auf dem Seitenstreifen und die beiden Autos prallten zusammen.
Beide Fahrer erlitten leichte Verletzungen. Die Autos waren so stark beschädigt, dass sie nicht mehr fahren konnten und abgeschleppt werden mussten. Insgesamt entstand ein Sachschaden von etwa 40.000 Euro.
Als die Polizei den Unfall aufnahm, bemerkten die Beamten, dass die 43-Jährige wohl getrunken hatte. Ein freiwilliger Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht: Die Frau hatte rund 0,8 Promille im Blut. Deshalb musste sie zur Blutentnahme und die Polizei nahm ihr den Führerschein weg.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Fahrerin strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.