Ludwigsburg: Audi-Fahrer rast gegen Ampelmast
Es war kurz nach fünf Uhr morgens am Sonntag, als es in Ingersheim (Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg) krachte. Ein 30-jähriger Mann fuhr mit seinem Audi A4 auf der Bietigheimer Straße aus Richtung Großingersheim. In einer leichten Linkskurve passierte dann der Unfall: Der Fahrer war vermutlich zu schnell unterwegs und rutschte mit dem Wagen nach rechts von der Fahrbahn ab.
Der Audi prallte fast ungebremst gegen einen Ampelmast an der Einmündung zur Bertha-Benz-Straße. Die Wucht des Aufpralls war enorm. Die rechte Seite des Autos wurde zwischen der Beifahrertür und dem Heck komplett aufgerissen. Der Wagen war danach ein Totalschaden und musste abgeschleppt werden. Auch die Ampelanlage wurde beschädigt und fiel komplett aus.
Nach dem Unfall passierte etwas Seltsames: Der Fahrer stieg aus dem Wrack und verschwand zu Fuß in Richtung Bietigheim-Bissingen. Mehrere Streifenwagen suchten die Gegend ab. Die Polizei hatte sogar einen Hubschrauber und eine Drohnengruppe der Feuerwehr Wahlheim angefordert, diese wurden am Ende aber nicht mehr benötigt.
Schließlich fanden die Beamten den Mann in etwa 750 Metern Entfernung. Er war schwer verletzt und wurde von den Rettern in ein Krankenhaus gebracht. Da der Mann vermutlich betrunken war, ordnete die Polizei eine Blutprobe an und nahm ihm den Führerschein weg. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 25.000 Euro.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich der Fahrer strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.