Ludwigsburg: Acht Jugendliche nach Gewaltserie festgenommen
Im Frühjahr 2026 war es in Ludwigsburg (Baden-Württemberg) unruhig. Besonders am Bahnhof kam es immer wieder zu heftigen Kämpfen zwischen zwei Gruppen. Die Gewalt gipfelte am 8. März 2026 in einem schweren Angriff: Unbekannte stürzten sich auf einen 18-Jährigen und verletzten ihn mit einem spitzen Gegenstand so schwer, dass er sofort notoperiert werden musste. Er konnte das Krankenhaus zum Glück kurze Zeit später wieder verlassen.
Um die Täter zu finden, bildete die Polizei eine eigene Ermittlungsgruppe namens „Residenz“. Fünfzehn Beamte der Kriminal- und Schutzpolizei arbeiteten monatelang eng mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart zusammen. Dabei stellte sich heraus, dass es vor dem versuchten Tötungsdelikt bereits mehrere andere Schlägereien im Stadtgebiet gegeben hatte, bei denen Menschen verletzt wurden.
In den frühen Morgenstunden des 15. Juli 2026 folgte der Schlag. Rund hundert Polizisten und Vertreter der Staatsanwaltschaft stürmten gleichzeitig acht Wohnungen. Die Razzien liefen in Ludwigsburg, Pleidelsheim und Bietigheim-Bissingen ab. Sieben der acht gesuchten Verdächtigen wurden dabei angetroffen und von der Polizei registriert.
Die Tatverdächtigen sind zwischen 14 und 22 Jahre alt. Einige kommen aus Syrien, andere sind Deutsche mit familiären Wurzeln im kurdischen oder kosovarischen Raum. Vier von ihnen sollen direkt an dem Angriff auf den 18-Jährigen beteiligt gewesen sein. Bei den Durchsuchungen fanden die Beamten verschiedene Waffen und weitere Beweise, die nun ausgewertet werden.
Die Polizei prüft derzeit noch, warum es zu den Kämpfen kam und ob ethnische Konflikte im Hintergrund stecken. Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.