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Löningen: Rathaus-Fassade wird von Asbest befreit

Copyright und Urheber siehe Löningen

Das Löninger Rathaus sieht momentan aus wie ein verhülltes Kunstwerk. Doch der Grund für die weißen Planen ist gefährlich: Die Fassade muss von Asbest gereinigt werden.

Wer gerade am Rathaus in Löningen (Landkreis Cloppenburg, Niedersachsen) vorbeiläuft, sieht ein Gebäude, das teilweise in weiße Planen eingepackt ist. Das sieht zwar aus wie eine Kunstaktion, ist aber eine notwendige Sicherheitsmaßnahme. In den Fugen der Außenplatten wurde Asbest gefunden. Da dieser Stoff krebserzeugend ist, muss er nun unter strengen Auflagen entfernt werden.

Die Arbeiten an der Fassade sind Teil einer größeren Sanierung. Im Mai hatten die Arbeiter bereits mit der Entkernung des 60 Jahre alten Gebäudes begonnen. Das dauerte länger als gedacht, weil im Obergeschoss Mineralwolle auftauchte, die in keinem Plan stand. Auch im Keller mussten asbesthaltige Füllstoffe entsorgt werden. Jetzt ist das Innere des Rathauses fast leer und besteht nur noch aus nackten Betonwänden. Nur zwei riesige Panzerschränke im Keller sind stehen geblieben, weil sie einfach zu schwer zum Schleppen waren.

Eine Spezialfirma aus Duisburg kümmert sich nun um die Fassade. Der Bauleiter Demir Haydar und sein Team arbeiten mit einer besonderen Technik: Sie dichten die betroffenen Stellen mit Planen ab und saugen die Luft kontinuierlich ab. So entsteht ein Unterdruck. Das sorgt dafür, dass die Luft nur in den Arbeitsbereich hineinströmt, aber keine giftigen Fasern nach draußen gelangen. Die Arbeiter tragen deshalb Schutzkleidung und Masken, damit sie den gefährlichen Staub nicht einatmen.

Die Reinigung der Außenwand soll etwa vier bis sechs Wochen dauern. Die Firma beginnt an der Seite, die zum Kreisverkehr zeigt. So können dort schnellstmöglich die Tiefbauarbeiten für einen geplanten Neubau starten. Die alten Sandsteinplatten werden in dichten Säcken direkt zu einer Sonderdeponie gebracht.

Insgesamt plant die Stadt einen umfassenden Umbau. Neben der Sanierung des alten Gebäudes soll ein dreistöckiger Anbau entstehen, in dem später auch der Ratssaal Platz findet. Wenn alles klappt, gibt es 2028 ein modernes Rathaus mit 75 Arbeitsplätzen, in dem alle Fachbereiche wieder zusammen sind. Bis dahin ist die Verwaltung seit April 2025 im ehemaligen Ärztehaus an der Langenstraße 13 untergebracht.

Quelle: Löningen – zur Originalmeldung

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