Löningen: Bestattungswald in Ehren ist ein Erfolg
Der Bestattungswald im Ehrener Wald (Löningen, Landkreis Cloppenburg) ist erst seit einem Jahr da, aber schon jetzt ein voller Erfolg. Bis Mitte August 2026 wurden dort bereits 45 Urnen beigesetzt. Das Interesse ist so groß, dass weitere 75 Menschen bereits Grabstellen oder Familienbäume im Voraus gekauft haben.
Laut Alexander Dedden von der Stadtverwaltung ist der Wald mittlerweile mehr als nur ein Friedhof. Viele Menschen nutzen den Ort für Spaziergänge oder um einfach ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Das führt dazu, dass sich immer mehr Leute Gedanken über alternative Bestattungen machen, bei denen man kein Grab pflegen muss.
Ein wichtiger Grund für diesen Trend ist, dass viele Kinder nicht mehr im Ort wohnen. Wenn die Angehörigen weit weg leben, ist eine Grabstätte, die keine Arbeit macht, oft die beste Lösung. Während am Anfang vor allem Leute aus Löningen kamen, interessieren sich mittlerweile auch Menschen aus anderen Gemeinden für das Konzept. Die Zusammenarbeit mit den Bestattern läuft reibungslos, und die Kosten werden als fair empfunden.
Damit sich die Besucher noch wohler fühlen, baut die Stadt in den nächsten Monaten nach. Es kommen mehr Sitzbänke hinzu. Außerdem gibt es bald einen neuen Lageplan und Schilder, die über die Regeln im Wald informieren. So wird zum Beispiel daran erinnert, dass Hunde an der Leine geführt werden müssen. Die Schilder erklären zudem die künstlerische Gestaltung der sogenannten „Waldkathedrale“ von Peter Rüwe.
Ein Problem gibt es allerdings beim Grabschmuck. Eigentlich ist es verboten, Kränze abzulegen, trotzdem finden die Mitarbeiter der Stadt immer wieder Gestecke und persönlichen Schmuck an den Gräbern. Die Stadt will hier nicht sofort hart durchgreifen, sondern setzt erst einmal auf Aufklärung. Wer mehr wissen möchte, kann an Führungen teilnehmen oder eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen.
Quelle: Löningen – zur Originalmeldung