LKW-Fahrer in Pelm mit ausgefahrenem Kran in Stromleitung gefahren
Es war kurz nach 12 Uhr am Montag, als es im Studentenring in Pelm (Landkreis Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz) krachend zur Sache ging. Ein LKW-Fahrer hatte zuvor eine Baustelle in der Nähe beliefert und dort Lavagestein abgekippt. Dafür hatte er den Ladekran seines Fahrzeugs komplett ausgefahren.
Nach der Arbeit passierte dem Fahrer ein folgenschwerer Fehler: Er vergaß, den Kran wieder einzufahren, und fuhr einfach los in Richtung Kirchweiler Straße. Dabei blieb der hochstehende Kran an einer Stromoberleitung hängen und riss sie mit sich.
Die Folgen waren heftig. An zwei Wohnhäusern wurden die Dachhalterungen der Leitungen und die Dächer selbst stark beschädigt. An einem der Gebäude wurde zudem der Schornstein getroffen. Besonders gefährlich wurde es, als ein unter Spannung stehendes Stromkabel aus der Verankerung riss und gegen eine Balkontür flog. Die Glasscheibe zerbrach komplett. Zum Glück war zu diesem Zeitpunkt niemand in dem Haus.
Nicht nur die Häuser waren betroffen, auch ein hölzerner Strommast wurde durch den Unfall umgerissen. Am LKW selbst gab es laut ersten Erkenntnissen nur kleine Schäden.
Die Rettungsarbeiten und die Unfallaufnahme machten die Straßen „Studentenring“ und „Geeser Weg“ für einige Zeit komplett dicht. Auch die Bewohner des Ortes hatten Probleme: Acht Haushalte saßen im Dunkeln. Der Energieversorger schätzte, dass es bis etwa 20 Uhr dauern würde, bis der Strom wieder fließt.
Wie hoch der Gesamtschaden an den Häusern, dem Mast und der Leitung ist, konnte noch nicht genau beziffert werden. Die Ermittlungen dauern an.