Linsengericht hat Glasfaser-Ausbau vollständig abgeschlossen
In Linsengericht (Main-Kinzig-Kreis, Hessen) ist das Internet jetzt deutlich schneller. Der Ausbau des Glasfasernetzes ist in allen Ortsteilen und im Kernort beendet. Das Netz von Vodafone ist bereits in Betrieb. Wer möchte, kann nun mit einer Geschwindigkeit von bis zu einem Gigabit pro Sekunde im Netz surfen.
Der Weg bis hierhin war nicht ganz einfach. Linsengericht war zwar einer der ersten Orte, in denen das Projekt startete, doch dann gab es Probleme. Zwei Tiefbauunternehmen gingen insolvent, was den Ausbau im ersten Ortsteil stark verzögerte. Die Verwaltung und der Bauhof in Linsengericht mussten eng mit der Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth zusammenarbeiten, um eine Lösung zu finden. Schließlich übernahmen Sub-Unternehmer die Arbeit und brachten das Projekt zu Ende.
Die Zahlen sprechen für den Erfolg: 90 Prozent der Bürger haben das Angebot angenommen. Insgesamt flossen seit 2013 rund 23 Millionen Euro an Fördergeldern vom Bund, vom Land und vom Kreis in die Gemeinde. Das Geld kommt nun den Bewohnern und den lokalen Betrieben zugute.
Wer bisher noch keinen Anschluss hat, bekommt jetzt eine letzte Chance. Die sogenannte Nachverdichtung startet. In Linsengericht-Geislitz läuft sie bereits, in den anderen Ortsteilen geht es spätestens im Winter los. Damit das Kabel kostenlos ins Haus gelegt wird, müssen die Eigentümer eine Erklärung auf der Homepage der Breitband Main-Kinzig ausfüllen. Damit erlauben sie den Arbeitern, das Grundstück zu betreten.
Wer den schnellen Anschluss nutzen will, muss nun einen Vertrag bei Vodafone oder M-net abschließen. Bürgermeister Markus Betz hofft, dass die Quote durch die letzte Runde noch weiter steigt.