Lindau: Bundespolizei nimmt flüchtigen Ungarn fest
Am Montagfrüh kontrollierten Beamten der Bundespolizei in Lindau (Bayern) am Grenzübergang Lindau-Hörbranz auf der BAB 96 ein Auto. Der Fahrer, ein 24-jähriger Mann aus Ungarn, kam gerade aus Österreich und wollte in die Bundesrepublik einreisen. Das Fahrzeug hatte ein ungarisches Kennzeichen.
Als die Polizisten die Daten des Fahrers überprüften, schlug der Computer Alarm. Die Beamten sahen sofort, dass ein europäischer Auslieferungshaftbefehl gegen den jungen Mann vorlag. Die Behörden in Ungarn werfen ihm vor, auf einem Festival jemanden körperlich verletzt zu haben.
Der Mann erzählte den Beamten, dass er eigentlich nach Ungarn reisen wollte. Dort wollte er mit seinem zuständigen Sachbearbeiter über den Haftbefehl sprechen.
Die Bundespolizisten handelten jedoch schnell und nahmen den Mann direkt an der Grenze fest. Noch am selben Tag brachten sie ihn zum Amtsgericht Kempten. Nachdem die Haft bestätigt worden war, kam der 24-Jährige in die Justizvollzugsanstalt Kempten. Dort sitzt er nun fest und wartet darauf, nach Ungarn überstellt zu werden.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Justiz. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion München – zur Originalmeldung