Limeshain wird zur Streuobstkommune 2026 ernannt
In Limeshain (Wetteraukreis, Hessen) gab es am 2. September Grund zum Feiern. Die Gemeinde wurde offiziell zur „Streuobstkommune 2026“ ernannt. Rouven Kötter vom Regionalverband Frankfurt RheinMain überreichte Bürgermeister Adolf Ludwig bei einer kleinen Feier auf dem Gelände der Natur- und Vogelschutzgruppe Hainchen die Urkunde und eine Plakette.
Die Jury war vor allem von dem Konzept zum Schutz der Wiesen überzeugt. Geplant ist unter anderem ein Lehrpfad für Streuobst in Hainchen und Himbach. Auch die Zusammenarbeit mit der Grundschule punktete: Die Gemeinde hat Flächen gekauft, die nun von der Betreuungsschule genutzt werden, um den Kindern die Natur näherzubringen. Zudem hat ein Experte für Obst, ein sogenannter Pomologe, auf freiwilliger Basis die Apfelsorten der Besitzer bestimmt. Besonders stolz ist Bürgermeister Ludwig auf den „Himbacher Grünen“, eine alte Sorte, die in der Gegend wächst.
Das Thema war in Limeshain nicht immer so präsent. Vor etwa 20 Jahren galt der Ort zwar schon als Gemeinde mit den größten Streuobstwiesen der Umgebung, doch später sank das Interesse. Einige Flächen drohten zu verfallen. Erst in letzter Zeit wuchs das Bewusstsein wieder, auch weil 2027 die interkommunale Landesgartenschau ansteht.
Bürgermeister Ludwig dankte bei der Feier dem Traditionsverein sowie dem Obst- und Gartenbauverein Hainchen, der Natur- und Vogelschutzgruppe, den politischen Gremien und dem Bauhof der Gemeinde. Auch Rouven Kötter lobte den Weg von Limeshain und betonte, wie wichtig die Pflege dieser Landschaften für die Heimat sei.
Passend zum Anlass gab es für die Gäste selbst gekelterten Apfelwein aus dem „Himbacher Grünen“. Bei Grillwürstchen und Gemüse von Erich Zinn ließ man den Abend ausklingen.
Quelle: Limeshain – zur Originalmeldung