Limburg: Polizei warnt Schüler mit CrashKurs vor Unfällen
Am Donnerstag ging es an der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg (Landkreis Limburg-Weilburg, Hessen) emotional zu. Die Polizei führte dort das Programm „CrashKurs“ durch. Rund 80 Schüler der Berufsschule nahmen an der Veranstaltung teil. Polizeipräsident Björn Gutzeit begrüßte die Jugendlichen zu einem Vormittag, der sie wachrütteln sollte.
Stephanie Barone von der Präventionsabteilung leitete den Tag. Im Zentrum standen echte Geschichten aus dem Alltag. Ein Polizist vom Regionalen Verkehrsdienst, ein Rechtsmediziner und Leute von der Notfallseelsorge erzählten, was passiert, wenn es auf der Straße kracht. Sie sprachen über zu schnelles Fahren, Ablenkung oder Alkohol am Steuer. Auch die Gefahren bei E-Scootern wurden thematisiert. Die Berichte waren so persönlich, dass viele Schüler sichtlich bewegt waren.
Nach den Vorträgen wurde es praktisch. In Workshops konnten die Jugendlichen selbst ausprobieren, wie gefährlich bestimmte Situationen sind. Einige mussten einen Parcours mit einer Rauschbrille durchlaufen, um zu sehen, wie sich Betrunkenheit auswirkt. Andere wurden in der richtigen Nutzung von E-Scootern geschult.
Polizeipräsident Gutzeit erklärte, dass man die Jugendlichen emotional erreichen wolle. Ein einziger Moment könne über Leben und Tod entscheiden. Die Schüler und auch die Lehrer zeigten sich nach dem Termin nachdenklich. Viele Jugendliche sagten danach, dass sie ihre Einstellung zum Fahren nun ändern wollen.
Das Programm wird in ganz Hessen angeboten und richtet sich vor allem an die Oberstufe und Berufsschulen. Schulen, die ebenfalls Interesse an einem solchen Tag haben, können sich per E-Mail an die zuständige Beamtin, PHK'in Barone, wenden.
Quelle: PD Limburg-Weilburg - Polizeipräsidium Westhessen – zur Originalmeldung