Leun: Neues Feuerwehrfahrzeug beschlossen, aber Haushalt abgelehnt
In Leun (Lahn-Dill-Kreis, Hessen) gab es am 15. Juli eine wichtige Sitzung im Saal „Grüne Au“ in Biskirchen. Zuerst trafen sich die Fachausschüsse, danach folgte die Stadtverordnetenversammlung. Dabei ging es vor allem darum, wie die Stadt ihre Feuerwehr ausstattet und wie sie mit ihrem Geld umgeht.
Die Feuerwehr bekommt Verstärkung. Die Stadtverordneten stimmten der Beschaffung eines neuen Staffellöschfahrzeugs (StLF 20) zu. Der Auftrag soll an die Firma Josef Lentner GmbH gehen. Außerdem gibt es Pläne für ein gemeinsames Feuerwehrhaus für Biskirchen, Bissenberg und Stockhausen. Für die Planung der Erschließung soll das Ingenieurbüro HS Ingenieure GmbH aus Gießen rund 54.000 Euro erhalten. Bevor der Vertrag unterschrieben wird, muss die Kommunalaufsicht noch zustimmen.
Beim Geld lief es weniger glatt. Die Stadtverordneten haben sowohl den Haushaltsplan 2026 als auch das sogenannte Haushaltssicherungskonzept abgelehnt. Letzteres ist eigentlich ein Sanierungsplan, mit dem die Stadt beweisen muss, dass sie ihre Finanzen wieder in den Griff bekommt. In der jetzigen Fassung hat das Konzept aber keine Mehrheit gefunden. Auch der gesamte Haushalt für 2026 wurde abgelehnt, weil die finanzielle Lage der Stadt weiterhin sehr angespannt ist.
Damit die Politiker besser entscheiden können, wo man sparen kann, gibt es nun neue Aufträge an die Verwaltung. Es soll eine komplette Liste aller städtischen Immobilien erstellt werden. Dabei wird genau geprüft, in welchem Zustand die Gebäude sind und welche Kosten sie verursachen. Zudem wird die Situation in den Kitas untersucht. Die Stadt will schauen, ob man dort Kosten senken oder mehr Einnahmen erzielen kann, ohne dass die Qualität der Betreuung leidet. Hierbei soll auch der Landkreis helfen.
Am Rande der Sitzung gab es noch weitere Infos. Die Stadt will ein neues, KI-basiertes Gerät nutzen, um die Protokolle der Sitzungen einfacher zu schreiben. Zudem wurde kurz über das Seniorenheim auf dem Campingplatz, die Martinskirche und einen geplanten McDonald’s im Gewerbegebiet Hollergewann gesprochen. Beim Campingplatz steht einem Verkauf aus Sicht der Stadt nichts mehr im Weg.
Quelle: Leun – zur Originalmeldung