Leinefelde: Frau greift Polizisten nach Brandalarm an
In der Büchnerstraße in Leinefelde (Landkreis Eichsfeld, Thüringen) ging gestern Abend Alarm los. Eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses bemerkte Rauchgeruch und hörte aus der Wohnung einer Nachbarin einen Rauchmelder piepen. Sie versuchte, die Bewohnerin zu erreichen, doch die 54-jährige Frau reagierte weder auf Klopfen noch auf das Klingeln.
Die Feuerwehr rückte aus und öffnete die Tür zur Wohnung. Drinnen fanden die Retter angebranntes Essen, das für den Alarm gesorgt hatte. Glücklicherweise gab es keinen Sachschaden an den Möbeln oder am Gebäude. Doch in der verqualmten Wohnung entdeckten die Einsatzkräfte die Bewohnerin, die regungslos am Boden lag. Die Frau hatte wohl getrunken.
Die Retter brachten die Frau aus dem Haus. Zunächst lehnte sie jede medizinische Hilfe im Rettungswagen strikt ab. Auch die Polizei kam zum Einsatz, um die Situation zu klären. Als die Beamten die Frau ansprachen, die mittlerweile auf einer Treppe vor dem Haus saß, schlug sie plötzlich zu. Sie griff die Polizisten mit Schlägen und Tritten an und beschimpfte sie dabei.
Die Beamten mussten die Frau zu Boden bringen und fesseln, um sie zu stoppen. Weder die Polizisten noch die Feuerwehrleute wurden bei dem Vorfall verletzt. Auch die Frau blieb bei der Festnahme unverletzt. Am Ende landete sie jedoch doch in einem Krankenhaus. Dort musste Blut entnommen werden, da sie eine Straftat begangen hatte. Die Ärzte behielten sie zur Beobachtung im Krankenhaus.
Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall abgeschlossen. Ob und inwieweit sich die Frau strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Landespolizeiinspektion Nordhausen – zur Originalmeldung