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Leichtflugzeug stürzt in Ganderkesee in Wohnhaus

Zwei Menschen starben bei einem Flugunfall am Samstag. Das Flugzeug krachte mitten in ein Einfamilienhaus im Stettiner Weg.

Am Samstag gegen 10:56 Uhr passierte es in Ganderkesee (Landkreis Oldenburg, Niedersachsen). Ein Leichtflugzeug stürzte aus bisher unbekannten Gründen in einem Wohngebiet ab und schlug mit voller Wucht in das Dach eines Einfamilienhauses ein. Die Feuerwehr wurde kurz darauf, gegen 10:58 Uhr, alarmiert.

Die Bewohner des Hauses hatten Glück im Unglück: Als die Maschine einschlug, war niemand im Gebäude. Trotzdem war die Rettungsaktion extrem schwierig. Die Feuerwehr konnte das Haus zuerst nicht betreten, weil die Gefahr bestand, dass alles zusammenbricht. Zudem versperrte das Wrack den Weg im Inneren des Hauses. Selbst mit einer Drehleiter kamen die Retter nicht direkt an die Insassen heran. Von oben konnten sie nur eine Person im Flugzeug entdecken, die jedoch bereits tot war.

Da die Feuerwehr wusste, dass zwei Menschen an Bord waren, suchten sie zunächst die Umgebung ab, fanden dort aber niemanden. Erst nachdem Experten die Statik des Hauses geprüft hatten, wagten die Einsatzkräfte den nächsten Schritt. Ein Kran der Berufsfeuerwehr Bremen hob das Wrack vorsichtig an, um eine Öffnung zu schaffen. Erst dann fanden die Retter die zweite Person im Flugzeug. Für beide Insassen kam jede Hilfe zu spät.

Während der Bergung mussten die Einsatzkräfte auch andere Gefahren abwehren. Betriebsstoffe waren ausgetreten. Aus Sicherheitsgründen wurde im gesamten Stettiner Weg der Strom abgeschaltet. Alle Anwohner im Umkreis von 100 Metern mussten ihre Häuser verlassen. Die Feuerwehr richtete im Schützenhof eine Anlaufstelle ein, wo die Menschen versorgt und von einem Krisenteam betreut wurden. Am Nachmittag durften sie wieder zurück in ihre Wohnungen.

Die Bergung des Flugzeugs dauerte viele Stunden. Nachdem das Wrack abtransportiert war, sicherte das Technische Hilfswerthilfe aus Bremen und Hude den beschädigten Dachstuhl und den Schornstein, damit keine Teile mehr herunterfallen. Erst gegen 00:45 Uhr in der Nacht zu Sonntag war der Einsatz beendet. Insgesamt waren rund 170 Einsatzkräfte von verschiedenen Feuerwehren, dem Rettungsdienst und der Polizei im Einsatz.

Was genau der Grund für den Absturz war, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Kreisfeuerwehr Oldenburg – zur Originalmeldung

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