Lebensgefahr im Rhein: Warnung vor dem Baden
Im Landkreis Rastatt (Baden-Württemberg) ist der Wasserstand des Rheins derzeit niedrig. Das sieht vom Ufer aus oft ruhig aus und vermittelt Sicherheit. Doch genau das ist die Falle. Vor allem an der Rheinfähre Plittersdorf beobachten die Behörden immer öfter, dass Menschen im Wasser schwimmen oder weite Strecken zurücklegen.
Das Landratsamt und die DLRG warnen eindringlich: Der Rhein bleibt auch bei wenig Wasser ein gefährliches Gewässer mit starker Strömung. Da weniger Wasser da ist, wird die Fahrrinne für die Schiffe im Verhältnis größer. Wer im Wasser ist, gerät dadurch viel schneller in den Weg der großen Schiffe. Die Besatzungen können Schwimmer kaum erkennen und weder schnell ausweichen noch rechtzeitig bremsen.
Zusätzlich gibt es im Fluss tückische Stellen. Es gibt plötzliche Löcher im Grund, starke Wirbel und Rückströmungen an den Buhnen. Schiffe verursachen zudem Sog und Wellen, die einen Menschen einfach umreißen und in die Tiefe ziehen können. Selbst gute Schwimmer haben gegen diese Kräfte oft keine Chance.
Die Zahlen der DLRG zeigen, wie gefährlich Flüsse sind. Im Jahr 2025 starben in Deutschland mindestens 393 Menschen im Wasser. In Baden-Württemberg waren es 43 Todesfälle. Davon passierten 22 in Flüssen – das sind mehr als in jedem anderen Gewässertyp. Im Gegensatz zum Schwimmbad kann man die Bedingungen im Fluss nicht kontrollieren, sie ändern sich oft in Sekunden.
Die Behörden appellieren deshalb an alle: Gehen Sie nicht in den Rhein und versuchen Sie nicht, den Fluss zu durchqueren. Kinder dürfen am Wasser niemals allein gelassen werden. Wer sich abkühlen will, soll nur Schwimmbäder oder offiziell ausgewiesene Badestellen nutzen. Niedrigwasser bedeutet nicht, dass die Gefahr sinkt.