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Lebach: Polizei warnt vor falscher Hilfe bei Wildtieren

Hohe Temperaturen führen derzeit zu vermehrten Funden von scheinbar hilflosen Jungtieren. Die Polizei in Lebach warnt jedoch davor, diese eigenmächtig mitzunehmen.

In Lebach und Umgebung ist es derzeit sehr warm. Bei diesen hohen Temperaturen finden Spaziergänger immer häufiger junge Wildtiere, wie Kitze oder Jungvögel, die allein im Gras liegen. Viele Menschen wollen den Tieren aus Tierliebe helfen und nehmen sie mit, um sie zu retten. Doch genau hier liegt das Problem.

Die Polizeiinspektion Lebach betont, dass diese Tiere in den allermeisten Fällen gar nicht verlassen sind. Die Muttertiere halten sich meist nur im Hintergrund auf. Sie warten darauf, dass die Menschen den Bereich verlassen, um dann zu ihrem Nachwuchs zurückzukehren.

Wer ein Tier dennoch anfasst, setzt es oft einem Todesurteil aus. Durch den menschlichen Geruch an den Händen erkennen die Elterntiere ihren Nachwuchs nicht mehr und verstoßen ihn. Zudem hat das Mitnehmen rechtliche Folgen. Wildlebende Tiere unterliegen dem Jagdrecht. Wer ein Tier ohne Absprache aus seinem Revier entfernt, macht sich wegen Jagdwilderei strafbar. Das gilt auch dann, wenn die Absicht eigentlich gut war.

Die Beamten geben daher klare Verhaltensregeln für den Ernstfall an. Wer ein Tier findet, sollte zunächst Abstand halten und beobachten. Nur wenn eine akute Gefahr besteht, etwa wenn das Tier auf einer Fahrbahn liegt, sollte es bewegt werden. In diesem Fall muss man reichlich frisches Gras als Barriere nutzen, damit der menschliche Geruch nicht auf das Tier übergeht. Das Tier sollte dann vorsichtig an den schattigen Seitenstreifen gesetzt werden.

Anschließend müssen die örtliche Polizei oder der zuständige Jagdpächter informiert werden. Nur diese Experten dürfen entscheiden, wie es mit dem Tier weitergeht oder ob ein Transport in eine Fachstation nötig ist.

Lebach liegt im saarländischen Landkreis Saarlouis. Die Polizei appelliert an die Besonnenheit der Bürger, um die Jungtiere nicht unnötig zu gefährden.

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