Lappersdorf plant neues Zentrum und großes Bürgerfest
In Lappersdorf (Landkreis Regensburg, Bayern) tut sich einiges in der Ortsmitte. In der Juli-Sitzung des Gemeinderates am 22. Juli 2026 wurde entschieden, was aus dem ehemaligen Schnaus-Haus in der Regensburger Straße 10 wird. Ein privater Investor übernimmt das Gebäude. Dort soll es im Erdgeschoss ein Restaurant mit Außenplätzen am Marktplatz geben. In den oberen Etagen planen die neuen Besitzer Arztpraxen und Wohnungen. Das Projekt soll bis 2028 fertig sein. Für die Gemeinde ist das ein Glücksfall: Da sie nicht selbst bauen muss, spart der Markt rund fünf Millionen Euro.
Das bedeutet auch, dass der Marktplatz schneller schick gemacht werden kann. Bereits 2026 starten die Arbeiten an der Treppenanlage. Bis 2028 soll der gesamte Platz modernisiert sein, passend zum neuen Gebäude daneben.
Auch für die Freizeitplanung gibt es Neuigkeiten. Vom 18. bis 20. Juni 2027 steigt das „Fest am Regen“. Das neue Bürgerfest soll auf dem alten Zeltfestivalgelände und direkt am Fluss stattfinden. Das Thema Wasser und die Flächen am Regen sollen dabei eine große Rolle spielen.
Nicht überall gibt es jedoch schnelle Lösungen. Beim Baugebiet Hönighausen-Nord konnte man sich nicht einigen. Ein Vorschlag für eine kleinere Bebauung wurde abgelehnt. Jetzt muss die Verwaltung bis September einen neuen Plan ausarbeiten. Bürgermeister Dr. Franz Rumstadt überlegt zudem, die Bürger zu fragen, bevor endgültig entschieden wird.
Beim Thema Schule gibt es Ärger im Mittelschulverbund Naab-Regen. Weil Schüler aus Lappersdorf künftig gegen ihren Wunsch nach Regenstauf wechseln müssen, will die Gemeinde die Leitung des Verbunds ändern. Wenn das nicht klappt, prüft der Markt sogar einen kompletten Austritt aus dem Verbund.
Auch beim Geld wurde gespart. Die Sanierung der Gemeindehalle wird deutlich kleiner ausfallen. Statt einer teuren Generalsanierung für neun Millionen Euro werden nur die dringendsten Dinge erledigt. So wird das Problem mit den Legionellen gelöst, das Dach teilweise saniert und die Brandschutzklappen getauscht. So bleibt die Halle für den Sportbetrieb weitgehend offen.
Zwei weitere Punkte standen auf der Liste: Eine geplante Photovoltaik-Anlage in Grafenhof wurde aus Naturschutzgründen und wegen der Nähe zu Wohnhäusern abgelehnt. Zudem gibt es Streit um die Baustelle „L7“. Die Gemeinde weigert sich, den Pfälzer Weg zusätzlich zu sperren, und fordert vom Bauherrn einen besseren Kompromiss.
Weitere Details zu den einzelnen Projekten werden im Laufe der Planungen bekannt.