Langenhorn prüft Bau eines Rechenzentrums am Sikkeackerweg
In Langenhorn (Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein) wird darüber diskutiert, ob am Sikkeackerweg ein Rechenzentrum gebaut werden soll. Der Bau- und Umweltausschuss hat sich am 5. August beraten. Das Ergebnis: Man will das Projekt erst einmal ganz genau prüfen, bevor man Ja oder Nein sagt.
Die Gemeinde möchte am Sikkeackerweg neue Gewerbeflächen schaffen, weil es im Ort zu wenig Platz für Firmen gibt. Ein Investor hat nun vorgeschlagen, dort ein Rechenzentrum hinzustellen. Das kam bei einer Versammlung mit den Bürgern am 18. Juni nicht bei jedem gut an. Die Menschen vor Ort machen sich Sorgen, dass das Gebäude zu hoch wird oder zu nah an den Wohnhäusern steht. Es wurde vorgeschlagen, dass das Gebäude maximal 12 Meter hoch sein sollte und mindestens 100 Meter Abstand zu den Wohnungen braucht.
Jetzt soll in einem offiziellen Planverfahren geklärt werden, ob das überhaupt passt. Dabei schauen die Experten auf viele Punkte: Reicht der Stromanschluss aus? Wo kommt das Wasser her und wohin geht das Abwasser? Auch der Lärmschutz und der Artenschutz spielen eine Rolle. Außerdem will Bürgermeister Olde Oldsen wissen, wie viel Geld die Gemeinde durch Gewerbesteuern tatsächlich einnehmen würde.
Der Bürgermeister betont, dass es noch keine feste Zusage gibt. Nur weil geprüft wird, heißt das nicht, dass das Rechenzentrum auch wirklich gebaut wird. Die Gemeinde will das Ganze transparent machen und die Bürger informieren.
Als nächster Schritt folgt die Sitzung der Gemeindevertretung am 26. August. Dort wird über die Empfehlung des Ausschusses entschieden. Ob das Projekt am Ende genehmigt wird, ist derzeit noch offen.