Langenfeld und Partner fordern Seitenstreifenfreigabe auf A3
Die Autobahn A3 zwischen Hilden und Leverkusen Opladen ist eine der wichtigsten Straßen der Region. Damit der Verkehr dort besser fließt, schlagen mehrere Kommunen und die Industrie- und Handelskammern (IHKs) eine sogenannte temporäre Seitenstreifenfreigabe vor. Dabei wird der Seitenstreifen unter bestimmten Bedingungen als Fahrspur genutzt. Der Bund hat diese Idee jedoch abgelehnt.
Diese Absage kommt bei den betroffenen Städten und dem Kreis Mettmann (Nordrhein-Westfalen) gar nicht gut an. Auch die Städte Langenfeld, Solingen, Hilden und Leverkusen sowie die IHKs Bergisch und Düsseldorf kritisieren die Entscheidung deutlich. Sie haben nun gemeinsam einen Brief an Bundesverkehrsminister Bilger geschickt.
In dem Schreiben werfen sie der Autobahn GmbH und dem Ministerium vor, fachliche Fehler gemacht zu haben. Die Städte fordern nun transparente Antworten auf ihre Fragen. Sie wollen, dass der Minister die Entscheidung noch einmal grundlegend prüft. Ihr Argument: Die Freigabe des Seitenstreifens sei die schnellste und günstigste Lösung. Ein kompletter Ausbau der Autobahn würde viel zu lange dauern und zu viel Natur zerstören.
Besonders für die Wirtschaft ist ein flüssiger Verkehr wichtig. Andreas Budde aus der Stadt Solingen betont, dass die A3 für die Industrie und die vielen Pendler extrem wichtig sei. Da die Autobahn aber durch wertvolle Naturräume führt, wolle man so wenig Fläche wie möglich versiegeln. Die Seitenstreifenfreigabe sei hier der beste Kompromiss.
Ob der Bundesverkehrsminister auf den Appell der Region eingeht und die Pläne neu bewertet, bleibt abzuwarten. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Langenfeld – zur Originalmeldung