Langenfeld sucht klimatisierte Räume für Senioren
Die letzten Wochen im Juni waren extrem heiß. Das hatte schlimme Folgen: Der Rettungsdienst war völlig überlastet. In Seniorenheimen und Kliniken in der Region mussten sogar Abteilungen dichtgemacht werden, weil es in den Räumen zu heiß wurde.
Besonders gefährlich ist die Hitze für ältere Menschen. Bei ihnen lässt das Durstgefühl oft nach, was schnell zu einem gefährlichen Kreislauf führt. Die Stadt Langenfeld möchte nun vorsorgen und sucht deshalb nach sogenannten „Kühlen Orten“. Das sind klimatisierte Räume, in denen Senioren für ein bis zwei Stunden Pause machen und ihre Körpertemperatur senken können.
Gesucht werden Arztpraxen, Apotheken, Büros, Kanzleien, aber auch Supermärkte, Banken, Restaurants oder Fitnesscenter. Es reicht schon, wenn ein paar Stühle in einer Ecke stehen, damit man sich kurz ausruhen kann. Die Stadt hilft bei der Gestaltung und stellt Schilder zur Verfügung, damit die Menschen die Orte auch finden. Bürgermeister Gerold Wenzens betont, dass das Angebot erst greift, wenn das Thermometer 35 Grad Celsius anzeigt. Die Betriebe sollen natürlich ihre eigenen Abläufe im Blick behalten und Kapazitätsgrenzen setzen.
Einige Orte haben sich bereits gemeldet. Wer bei über 35 Grad eine Abkühlung braucht, kann zum Beispiel in die Stadtbibliothek, zur Stadt-Sparkasse (Haupstelle Solinger Straße oder Geschäftsstelle Richrath), in die Markt-Apotheke, zur Bücherecke Hiltrud Markett, zum Jordan Olivenöl Lagerverkauf, zur Deutschen Vermögensberatung oder zur Gebäudereinigung Ruthemeyer gehen. Auch das Kundenzentrum der Stadtwerke und die Freiwilligenagentur im Rathaus (Pavillon unter dem Ratssaal) bieten kühle Plätze an. Die genauen Zeiten variieren je nach Anbieter.
Wer ebenfalls helfen möchte, kann sich über ein Formular auf der Webseite der Stadt oder per E-Mail an [email protected] melden. Die Stadt erstellt aus den Meldungen eine Karte für das gesamte Stadtgebiet. Zusätzlich hat die Verwaltung eine „Taskforce Extremwetter“ ins Leben gerufen. Diese Gruppe analysiert die Hitze-Auswirkungen und plant Schutzmaßnahmen für die Zukunft.
Wer Tipps für heiße Tage sucht, findet Informationen auf den Webseiten der Stadt Langenfeld (Kreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen) und des Kreises oder in einer Broschüre im Rathaus.
Quelle: Langenfeld – zur Originalmeldung