Langenfeld: Drei Grundschulen erhalten Kinderschutz-Siegel
In Langenfeld (Kreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen) geht es darum, Kinder besser vor Gewalt, Misshandlungen und Vernachlässigung zu schützen. Deshalb hat die Stadt gemeinsam mit den Grundschulen und den Ganztagsangeboten (OGS) in den vergangenen zwei Jahren an neuen Schutzkonzepten gearbeitet. Nun haben die ersten drei Schulen diese Arbeit erfolgreich abgeschlossen und das Kinderschutz-Siegel bekommen.
Ausgezeichnet wurden die städtisch katholische Paulus-Schule sowie die städtische Grundschule Peter-Härtling. Auch der Grundschulenverbund Richrath-Mitte erhielt die Auszeichnung für beide Standorte, also sowohl für die Jahnstraße als auch für den katholischen Teil am Zehntenweg. Insgesamt vier Standorte tragen nun das Siegel.
Damit die Pläne Hand und Fuß haben, halfen Steffi Korell und Katharina Schenk vom städtischen Kinder- und Jugendschutz bei der Organisation. Zuerst mussten alle Mitarbeiter der Schulen und der Ganztagsbetreuung eine Schulung machen. Dabei ging es vor allem darum, wie Täter vorgehen und wie man Gewalt verhindern kann. Danach bildeten die Schulleitungen und Fachkräfte sogenannte Steuerungsgruppen. Sie haben genau analysiert, wo es an den jeweiligen Standorten Risiken gibt und was bereits gut läuft.
Aus diesen Analysen entstanden dann die konkreten Regeln. Die Schulen haben nun ein gemeinsames Leitbild und feste Regeln dazu, wie Lehrer und Betreuer mit Kindern umgehen – etwa beim Thema Nähe und Distanz. Außerdem ist jetzt genau festgelegt, was zu tun ist, wenn ein Verdacht auf Gewalt besteht oder wenn jemand eine Beschwerde einreichen will.
Besonders wichtig war, dass die Kinder selbst mitreden durften. In Workshops und bei Begehungen konnten die Schüler sagen, was sie brauchen und wie sie die Situation erleben. Die Konzepte richten sich deshalb direkt an den Rechten der Kinder.
Bürgermeister Gerold Wenzenz betonte, dass diese Arbeit ein Zeichen für Achtsamkeit und Transparenz sei. Das Siegel soll Eltern und Kindern Sicherheit geben und gleichzeitig potenziellen Tätern zeigen, dass an diesen Schulen genau hingeschaut wird.
Die Auszeichnung ist jedoch kein Dauerrecht. Alle zwei bis drei Jahre prüft die Stadt gemeinsam mit Katharina Schenk, ob die Schulen die Regeln auch wirklich im Alltag leben und die Konzepte weiterentwickeln. Nur wer die Anforderungen weiterhin erfüllt, darf das Siegel behalten.
Quelle: Langenfeld – zur Originalmeldung