Landsberg am Lech: Italienerin gewinnt Adam-Vogt-Preis
An diesem Wochenende verwandelt sich die St.-Laurent-du-Var-Promenade in Landsberg am Lech (Oberbayern) wieder in ein Zentrum für Keramik. Zum 49. Mal findet dort der Süddeutsche Töpfermarkt statt. Rund 50 Keramiker aus ganz Deutschland haben ihre Stände aufgebaut. Sie verkaufen dort Einzelstücke, die sie von Hand gefertigt haben. Das Angebot reicht von praktischen Sachen für den Alltag bis hin zu reinen Kunstwerken.
Ein besonderer Moment des Marktes war die Vergabe des Adam-Vogt-Preises am Samstag. Die Fachjury hat sich in diesem Jahr für Giulia Sbernini aus Parma, Italien, entschieden. Insgesamt waren zwölf Arbeiten im Wettbewerb. Die Künstlerin gewann mit einer großen Skulptur aus Steinzeug. Sie hat das Werk komplett in Handarbeit erstellt. Den Körper baute sie mit der Platten- und Wulsttechnik auf, während sie Kopf und Hände aus einem Tonblock herausarbeitete. Teile der Oberfläche sind mit einer matten Glasur überzogen. Für ihren Erfolg erhält die Italienerin eine Preisgeldsumme von 500 Euro.
Über den Sieg entschieden fünf Menschen: Der zweite Bürgermeister Moritz Hartmann, die Kulturreferentin Ursula Schaller, die Leiterin der Städtischen Museen Sonia Schätz sowie die Vorsitzenden der Künstlergilde Landsberg-Lech-Ammersee, Dr. Silvia Dobler, und des Regionalverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler Oberbayern-West, Christoph Franke.
Der Preis erinnert an Adam Vogt. Er war ein Kunsttöpfer und Hafner, der im 17. Jahrhundert in Stoffen lebte. Wer seine Arbeit heute sehen will, kann zum Beispiel die beiden Prunköfen im Augsburger Rathaus besuchen, die zu seinen bekanntesten Werken zählen.