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Landrat Warnecke kritisiert Stromtrasse bei Mecklar

Copyright und Urheber siehe Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wehrt sich gegen die aktuelle Planung einer Höchstspannungsleitung. Landrat Torsten Warnecke nennt die Route eine Zumutung für die Anwohner.

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg (Hessen) geht es lautstark um die geplante Stromleitung zwischen Mecklar, Dipperz und Bergrheinfeld West. Der Landkreis hat am 4. August eine offizielle Stellungnahme zur ersten Planänderung eingereicht. Landrat Torsten Warnecke fordert darin grundlegende Verbesserungen, vor allem für den Abschnitt zwischen Mecklar und Dipperz.

Das Hauptproblem ist die Nähe zu den Häusern. Nach dem aktuellen Plan soll die neue Leitung nur 101 Meter von der Wohnbebauung entfernt verlaufen. Besonders betroffen sind die Neubaugebiete „Am Roten Rain“ und „Am Hochbaum“. Zum Vergleich: Die alte Leitung ist an einigen Stellen bereits 65 Meter an den Häusern dran. Warnecke findet das nicht akzeptabel und spricht von einer Zumutung für die Menschen in Mecklar.

Der Landrat pocht auf den Landesentwicklungsplan von Hessen. Dort steht eigentlich, dass neue Höchstspannungsleitungen einen Abstand von 400 Metern zur Wohnbebauung einhalten sollen. Der Landkreis hat sowohl den Netzbetreiber TenneT als auch die Bundesnetzagentur mehrfach auf diese Vorgabe hingewiesen. Zudem liegt eine Kindertagesstätte direkt an der geplanten Route. Der Landrat versteht nicht, warum man hier nicht mehr versucht, die Belastung für die Menschen zu senken.

Ein weiterer Streitpunkt ist die Technik. Früher schien TenneT bereit zu sein, die Leitung im Bereich Mecklar in die Erde zu verlegen. Mittlerweile will das Unternehmen davon offenbar nichts mehr wissen. Warnecke befürchtet, dass technische und finanzielle Lösungen lieber südlich des Landkreises eingesetzt werden, während die Bewohner in Mecklar eine schlechtere Lösung bekommen sollen.

Der Landkreis betont zwar, dass der Ausbau der Stromnetze grundsätzlich wichtig ist. Aber die aktuelle Planung wird als ignorant bezeichnet. Nun fordert der Landkreis die Bundesnetzagentur auf, die Einwände ernst zu nehmen. Die Trassenführung und die Möglichkeit einer Erdverkabelung müssen noch einmal genau geprüft werden. Warnecke macht deutlich, dass eine Planung, die Mecklar so stark belastet, in seinen Augen keinen Bestand haben kann.

Quelle: Landkreis Hersfeld-Rotenburg – zur Originalmeldung

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