Landkreistag plant neue Konzepte für die Gesundheitsversorgung
Der Landkreistag Rheinland-Pfalz hat gemeinsam mit Partnern aus dem Gesundheitswesen einen Workshop abgehalten. Dabei ging es vor allem darum, wie die Versorgung in ländlichen Regionen, wie etwa im Landkreis Kusel (Rheinland-Pfalz), in Zukunft funktionieren soll. Die Teilnehmer waren sich einig: Die aktuellen Gesetze des Bundes werden große Auswirkungen haben. Deshalb will man nun gemeinsam an einem Plan für das Jahr 2030 arbeiten, damit die medizinische Hilfe flächendeckend und in guter Qualität bleibt.
Ein wichtiger Punkt ist die Zusammenarbeit. Die Trennung zwischen ambulanten Behandlungen und dem Krankenhaus soll aufgehoben werden. Ziel ist es, dass die Notfallmedizin überall erreichbar ist und die Menschen Vertrauen in ihr Gesundheitssystem haben. Die Teilnehmer wollen nun prüfen, wie eine solche regionale Versorgung konkret aussehen kann, etwa durch gemeinsame Budgets für die Regionen.
Zudem soll mehr auf Vorbeugung gesetzt werden, damit Menschen erst gar nicht schwer erkranken. Auch die Patienten sollen besser gesteuert werden. Landrat Rainer Guth betonte, dass klar kommuniziert werden müsse, wann der Weg zum Hausarzt sinnvoll ist und wann man zum Notarzt gehen sollte.
Weil es an Fachkräften fehlt, wurde über eine neue Arbeitsverteilung gesprochen. Es wird geprüft, welche Aufgaben auch nicht ärztliches Personal übernehmen kann. Gleichzeitig sollen digitale Angebote ausgebaut werden. Beispiele dafür sind die Tele-Sprechstunde oder der Tele-Notarzt.
An dem Treffen nahmen viele Landräte sowie Vertreter der AOK, der TK, der Kassenärztlichen Vereinigung und der Landeskrankenhausgesellschaft teil. Auch das Kreiskrankenhaus Grünstadt, der Hausärzteverband und die Landespsychotherapeutenkammer waren dabei. Dr. Tamara Müller, Staatssekretärin im Gesundheitsministerium von Rheinland-Pfalz, brachte die Pläne der Landesregierung in die Diskussion ein.
Am Ende des Workshops wurden konkrete Absprachen zum weiteren Vorgehen getroffen. Wie diese neuen Konzepte nun in der Praxis umgesetzt werden, bleibt abzuwarten.