Landkreis Würzburg will bis 2030 CO2-neutral werden
Im Landkreis Würzburg (Bayern) gibt es einen Plan für die Zukunft. Der Kreistag hat am 24. Juli 2023 eine Resolution beschlossen. Das Ziel ist klar: Der Landkreis will den CO2-Ausstoß senken und die Energieversorgung komplett auf erneuerbare Energien umstellen.
Ein wichtiger Teil dieses Plans ist die Vorbildfunktion der Verwaltung. Bis zum Jahr 2030 soll die Landkreisverwaltung CO2-neutral sein. Das betrifft nicht nur die Heizung und den Strom in den Gebäuden, sondern auch die Art, wie eingekauft wird und wie die Mitarbeiter zur Arbeit kommen.
Um das zu schaffen, setzt der Landkreis auf drei Säulen: Weniger Energie verbrauchen, die vorhandene Technik effizienter machen und mehr Windkraft, Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie nutzen. Es gibt bereits eine Liste mit 33 konkreten Ideen. Dazu gehören zum Beispiel ein energieeffizienter Fuhrpark, moderne Straßenbeleuchtungen und die Förderung von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern.
Auch beim Thema Verkehr will sich etwas ändern. Das Fahrrad soll wichtiger werden, weshalb der Ausbau der Radwege koordiniert und finanziell unterstützt wird. Gleichzeitig soll der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden und die Tarife sollen einfacher und günstiger werden. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Mainschleifenbahn mit entsprechenden Park-and-Ride-Plätzen.
Zusätzlich will sich der Landkreis gegen die Folgen des Klimawandels wappnen. Da Hitzeperioden und Starkregen zunehmen, geht es vor allem um den Schutz des Grundwassers und Maßnahmen zum Wassersparen.
Damit die Pläne nicht auf dem Papier bleiben, gibt es einen eigenen Fachbereich für Klimaschutz, Energiewende und Mobilität. Dieser begleitet die Umsetzung der Maßnahmen intensiv. Weitere Details zur Umsetzung der einzelnen Punkte liegen bislang nicht vor.