Landkreis Würzburg will bis 2030 CO2-neutral werden
Der Kreistag im Landkreis Würzburg (Bayern) hat eine Resolution verabschiedet. Damit verpflichtet sich die Region, den Ausstoß von CO2 massiv zu senken. Ein besonders wichtiges Ziel ist gesetzt: Die eigene Landkreisverwaltung soll bis zum Jahr 2030 komplett klimaneutral arbeiten. Das betrifft nicht nur die Heizung und den Strom in den Gebäuden, sondern auch die Autos der Verwaltung und die Art, wie eingekauft wird.
Um das zu schaffen, setzt der Landkreis auf drei Säulen: Weniger Energie verbrauchen, die Technik effizienter machen und konsequent auf erneuerbare Energien setzen. Dabei sollen Windkraft, Sonne, Biomasse, Wasser und Geothermie genutzt werden. Damit das Ganze funktioniert, hat der Landkreis einen eigenen Fachbereich für Klimaschutz, Energiewende und Mobilität geschaffen, der die Pläne nun in die Tat umsetzt.
Auch beim Verkehr gibt es konkrete Pläne. Das Fahrrad soll wichtiger werden, weshalb der Radwegeausbau strategisch geplant und finanziell gefördert wird. Gleichzeitig soll der öffentliche Nahverkehr ausgebaut und die Ticketpreise fair gestaltet werden. Unterstützt wird dies durch den Bau der Mainschleifenbahn und mehr Park-and-Ride-Plätze. Zudem wird die E-Mobilität gefördert. Bei den Straßen gilt die Regel: Bestehende Wege werden zuerst erhalten, bevor neue Straßen gebaut werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt beim Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Da Hitzeperioden und Starkregen zunehmen, arbeitet der Landkreis mit den Gemeinden an einem besseren Grundwasserschutz. Regenwasser soll besser gespeichert werden, um das Trinkwasser zu sichern.
Zusätzlich gibt es eine Liste mit 33 konkreten Ideen. Dazu gehören unter anderem energieeffiziente Fuhrparks, Solaranlagen auf Dächern und Beratungen für private Haushalte und Betriebe. Es soll zudem versucht werden, die Bürger direkt an den Energieanlagen zu beteiligen.
Wie genau die einzelnen Maßnahmen in den Gemeinden nun zeitlich ablaufen, bleibt abzuwarten. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.