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Landkreis Waldshut: Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen verboten

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Wegen extremer Trockenheit darf in fast dem gesamten Landkreis Waldshut kein Wasser mehr aus Gewässern entnommen werden. Die Pegelstände sind kritisch gesunken.

Die Sonne brennt und die Gewässer im Landkreis Waldshut (Baden-Württemberg) trocknen aus. Viele Bäche sind nur noch schmale Rinnsale. Das ist ein Problem für die Natur: In den warmen, flachen Gewässern gibt es zu wenig Sauerstoff. Fische und andere Tiere leiden massiv unter dem Stress und können im schlimmsten Fall sterben.

Deshalb greift nun eine Rechtsverordnung des Landratsamtes. In fast dem gesamten Landkreis gilt aktuell ein Verbot, Wasser aus oberirdischen Gewässern zu entnehmen. Das betrifft alle Bäche, Flüsse, Kanäle sowie Weiher und Seen. Nur wer eine offizielle wasserrechtliche Zulassung hat oder Wasser aus dem Rhein entnimmt, darf dies weiterhin tun.

Ob das Verbot gilt, hängt von drei Referenzpegeln ab. In St. Blasien (Hauensteiner Alb) liegt die Grenze bei 20 Zentimetern, in Oberlauchringen beim Kotbach bei 15 Zentimetern und bei der Wutach bei 55 Zentimetern. Da die Werte an der Hauensteiner Alb und am Kotbach bereits unterschritten wurden, ist das Verbot jetzt in Kraft. Auch bei der Wutach nähert sich der Wasserstand der kritischen Marke.

Wer wissen will, wie hoch die Pegel aktuell stehen, kann die App „Meine Pegel“ nutzen oder auf der Seite der Hochwasservorhersagezentrale nachsehen. Es gibt auch eine automatische Telefonansage unter der Nummer +49 721 9804-61.

Das Landratsamt bittet alle Bürger, mitzuhelfen und sparsam mit dem Wasser umzugehen, um die Ökosysteme zu schützen.

Quelle: Klettgau – zur Originalmeldung

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