Landkreis Verden warnt vor Mährobotern für Igel
Im August bekommen die Igel im Landkreis Verden (Niedersachsen) Nachwuchs. Die kleinen Tiere werden gesäugt und suchen bereits im September selbstständig nach Futter. Damit sie in den Gärten überleben, gibt die Untere Naturschutzbehörde nun wichtige Ratschläge heraus.
Besonders gefährlich sind Mähroboter. Wenn Igel Angst bekommen, rollen sie sich zu einer Kugel zusammen, statt wegzulaufen. Die Maschinen überfahren die Tiere dann oft, was zu schweren Verletzungen oder zum Tod führt. Da Igel nachts aktiv sind, sollten die Roboter nur tagsüber und unter Aufsicht laufen.
Auch bei anderen Gartenarbeiten ist Vorsicht geboten. Wer Asthaufen aufräumt, sollte keine spitzen Werkzeuge benutzen. Zudem warnen die Experten vor dem achtlosen Einsatz von Trimmern unter Hecken und Sträuchern.
Um den Igeln zu helfen, sollten Gartenbesitzer wilde Ecken lassen. Laub- und Reisighaufen sowie dichte Hecken dienen als Verstecke und Nistplätze. Wer auf Gift verzichtet, sorgt für mehr Insekten und Regenwürmer, was die natürliche Nahrung der Tiere ist. Zudem sollten Lichtschächte und Teiche gesichert werden, damit die Tiere nicht hineinfallen und nicht mehr herauskommen.
Kritisch sieht die Behörde das Füttern. Haustiernahrung enthält oft Zucker oder Getreide, was dem Verdauungssystem der Igel schadet. Zudem können Futterstellen Krankheiten wie Salmonellen verbreiten. Ein naturnaher Garten bietet eigentlich genug Futter.
Wer seinen Garten igelfreundlich gestaltet, hat auch einen eigenen Vorteil: Igel fressen unter anderem die Eier von Nacktschnecken. So helfen die Tiere den Gartenbesitzern, die Schädlinge in Schach zu halten.