Landkreis Tuttlingen sperrt Grillstellen im Wald
Es ist viel zu trocken in den Wäldern des Landkreises Tuttlingen (Baden-Württemberg). In den letzten Wochen hat es kaum geregnet, und die Temperaturen klettern wieder auf über 30 Grad. Deshalb ist der Wald extrem ausgetrocknet und die Gefahr eines Brandes sehr hoch. Selbst die kurzen Regenschauer, die für die nächsten Tage angekündigt sind, helfen nicht genug, um die Lage zu entspannen.
Das Kreisforstamt hat deshalb eine offizielle Anordnung getroffen: Ab dem 30. Juli 2026 sind alle Grill- und Feuerstellen im Wald gesperrt. Das Verbot gilt nicht nur für die festen Plätze, sondern auch für einen Bereich von 100 Metern rund um den Waldrand. Wer dort grillt oder Feuer macht, riskiert ein Bußgeld, da die Verstöße als Ordnungswidrigkeit gewertet werden. Die Sperrung ist vorerst bis zum 31. August 2026 befristet.
Neben dem Grillverbot gibt es weitere wichtige Regeln, um Katastrophen zu verhindern. Offene Flammen wie Fackeln sind tabu. Zudem darf im Wald vom 1. März bis zum 31. Oktober generell nicht geraucht werden. Besonders gefährlich ist es, wenn brennende Zigaretten aus dem Auto geworfen werden. Auch beim Parken ist Vorsicht geboten: Autos sollten nur auf den offiziellen Flächen stehen, da heiße Auspuffteile trockenes Gras entzünden können.
Ein weiteres Problem sind Glasflaschen und Scherben. Diese können wie eine Lupe wirken und im Sonnenlicht ein Feuer auslösen. Deshalb müssen alle Besucher ihren Müll wieder mitnehmen. Auch das Verbrennen von Gartenabfällen oder Reisig ist momentan verboten. Sollte es trotzdem brennen, muss sofort die Feuerwehr unter der 112 gerufen werden.
Die vollständige Bekanntmachung kann auf der Webseite des Landkreises Tuttlingen eingesehen werden. Ob das Verbot über den August hinaus verlängert wird, hängt von der weiteren Wetterentwicklung ab.
Quelle: Wehingen – zur Originalmeldung