Landkreis Trier-Saarburg führt neuen Waldbrand-Plan ein
Im Landkreis Trier-Saarburg (Rheinland-Pfalz) gibt es viele Wälder. Wenn es im Sommer richtig heiß wird und die Erde austrocknet, steigt die Gefahr für große Waldbrände. Damit die Feuerwehr und andere Retter im Ernstfall schneller reagieren können, hat der Kreis Anfang Juli einen neuen Alarm- und Einsatzplan (AEP) in Kraft gesetzt.
Ein Jahr lang haben der Kreis, die Forstverwaltung und alle Verbandsgemeinden gemeinsam an diesem Plan gearbeitet. Das Ziel ist, dass die Einsatzleiter sofort wissen, wo sie stehen und welche Mittel sie haben. In dem Plan ist genau festgehalten, wer für welche Waldstücke zuständig ist und wie man die Revierleiter schnell erreicht.
Besonders wichtig für die Retter sind die Informationen zu Wasserentnahmestellen und Plätze, an denen sich die Fahrzeuge sammeln können. Außerdem enthält das Dokument Listen mit schützenswerten Gebäuden und Infrastruktur. Auch gefährliche Stellen, wie Flächen mit alter Munition, sind darin eingetragen.
Wenn es richtig brennt, hilft der Plan zudem bei der Taktik. Er gibt Tipps zum Einsatz von Hubschraubern und Forstgeräten. Auch die Warnung der Bevölkerung und mögliche Evakuierungen sind darin geregelt. Der neue Kreis-Plan ergänzt dabei die kleineren Einsatzpläne, die die einzelnen Verbandsgemeinden bereits für sich haben.
Landrat Stefan Metzdorf erklärte, dass eine schnelle und abgestimmte Reaktion entscheidend sei, um Menschen und Natur zu schützen. Damit der Plan in der Praxis auch funktioniert, soll er nun die Grundlage für kommende Übungen sein. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden wird das Konzept auch in Zukunft weiter verbessert.