Landkreis Tirschenreuth: Große Tier-Bestandsaufnahme abgeschlossen
Experten des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) waren in den letzten drei Jahren viel im Gelände unterwegs. Im Landkreis Tirschenreuth (Oberpfalz, Bayern) haben sie genau geschaut, welche wildlebenden Tiere dort eigentlich vorkommen. Besonders im Blick standen Reptilien wie die Kreuzotter und die Zauneidechse sowie Amphibien, wobei hier vor allem der Feuersalamander im Fokus lag. Außerdem suchten die Fachleute nach Libellen, Tagfaltern und Heuschrecken.
Die Arbeit war aufwendig. Die Experten wählten bestimmte Flächen aus und untersuchten diese ganz genau. In den Jahren 2023 und 2024 dokumentierten sie über 600 Lebensräume. Insgesamt fanden sie rund 8000 Nachweise für verschiedene Tierarten. Alle diese Daten wurden nun in eine spezielle Datenbank namens „Karla“ eingepflegt.
Diese Liste ist wichtig für die Zukunft. Wenn neue Bauprojekte oder Planungen im Landkreis anstehen, schauen die Verantwortlichen in diese Datenbank. So kann man besser entscheiden, wie man die Natur schützt oder wie die Landschaft gepflegt werden muss. Auch für Programme zum Naturschutz dienen die Daten als Grundlage.
Für Grundstückseigentümer gibt es eine wichtige Entwarnung: Die Kartierung ist nur eine Bestandsaufnahme. Das Amt kann durch diese Untersuchung keine Flächen unter Schutz stellen und den Besitzern auch nicht vorschreiben, wie sie ihr Land bewirtschaften müssen. Einschränkungen gibt es nur dort, wo es sowieso schon gesetzliche Vorgaben gibt.
Wer wissen möchte, was genau auf seinem Grund oder in der Umgebung gefunden wurde, kann eine Anfrage stellen. Das geht über ein Formular auf der Internetseite des Landesamtes für Umwelt. Weitere Informationen zur Kartierung gibt es ebenfalls online beim LfU.