Landkreis Südliche Weinstraße will Bildungsangebote besser vernetzen
Im Landkreis Südliche Weinstraße (Rheinland-Pfalz) soll es in Zukunft einfacher werden, passende Bildungsangebote zu finden. Bisher gibt es viele verschiedene Kurse und Schulen, die aber oft nicht gut aufeinander abgestimmt sind. Deshalb treibt der Landkreis das Projekt „Bildungskommune“ voran.
Am 24. August 2026 wurde eine wichtige Vereinbarung unterschrieben. Landrat Dietmar Seefeldt, Kreisbeigeordneter Werner Schreiner und Dr. Katja Wolf von der Regionalagentur für kommunales Bildungsmanagement haben den Vertrag besiegelt. Damit bekommt der Landkreis professionelle Hilfe dabei, die verschiedenen Bildungspartner besser zu vernetzen.
Ein zentraler Teil des Plans ist ein neues Bildungsleitbild. Außerdem soll eine digitale Lösung kommen, eine Art Portal, über das die Bürger transparent sehen können, was es im Landkreis eigentlich alles an Angeboten gibt. Besonders wichtig sind dabei drei Themen: die Sicherung von Fachkräften, kulturelle Bildung und die Integration von Menschen durch Bildung.
Landrat Seefeldt macht aber auch auf die Probleme auf dem Land aufmerksam. Es nützt wenig, wenn es tolle Kurse gibt, die man aber nicht erreichen kann. Deshalb soll die Mobilität mitgedacht werden. Hier spielt auch der Shuttlebus auf Abruf, die sogenannte VRNFlexline, eine wichtige Rolle. Gleichzeitig gibt es finanzielle Sorgen: Das Geld ist knapp, weil der soziale Bereich bereits sehr teuer ist. Für neue Projekte in Kultur und Bildung bleibt daher oft nur wenig Spielraum.
Um den Fortschritt zu messen, plant Projektleiterin Monika Kukyte einen jährlichen Bildungsbericht. So soll sichtbar werden, was sich im Landkreis bewegt. Das Projektteam ist bei der Kreisvolkshochschule angesiedelt. Neben Monika Kukyte arbeiten dort Svenja Lang für das Monitoring, Adrian Rinck für die Kultur und Carina Schreiber für den Bereich Integration.
Die Zusammenarbeit ist auf Dauer angelegt. Im nächsten Jahr wollen sich die Verantwortlichen erneut zu einem Strategiegespräch treffen, um zu prüfen, wo es noch hakt und was bereits funktioniert.