Landkreis Südliche Weinstraße: Obst und Gemüse gehören nicht zum Grünschnitt
Auf den Wertstoffhöfen in Billigheim-Ingenheim und Edesheim (Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz) gibt es derzeit ein Problem mit dem Müll. Viele Leute bringen ihre Obst- und Gemüsereste einfach zum Grünschnitt mit. Das ist falsch, denn diese Abfälle gehören in den Bioabfall.
Wenn die Mitarbeiter die Fehler bei der Annahme übersehen, landen die Reste auf den Grünschnittplätzen. Besonders im Sommer führt das zu Ärger: Der Boden wird klebrig, es stinkt und es kommen Insekten und Ungeziefer an.
Zum Grünschnitt zählen nur Gartenabfälle. Das sind zum Beispiel Rasenschnitt, Laub, Äste, Hecken- oder Strauchschnitt sowie Blumen und Stauden. Privathaushalte dürfen bis zu drei Kubikmeter Grünschnitt kostenlos abgeben. Wer mehr bringt, muss 25 Euro pro Kubikmeter bezahlen. Für Firmen kostet jede Menge 25 Euro pro Kubikmeter.
Wer Bioabfälle loswerden will, kann dies auf dem Wertstoffhof Nord bei Edesheim machen. Das kostet eine Gebühr von 51,60 Euro pro Tonne. Wer nur etwa 20 Kilogramm Obstabfälle bringt, zahlt so ungefähr einen Euro.
Ein wichtiger Punkt ist zudem der Kunststoff. Plastiktüten, Folien oder Pflanzgefäße dürfen weder in den Grünschnitt noch in den Bioabfall. Das gilt auch für Tüten, die als kompostierbar verkauft werden. Diese brauchen in der Natur viel zu lange, um zu verrotten. Der Landkreis bittet deshalb darum, den Müll lose und ohne Plastik abzugeben.
Für Leute, die zu Hause nicht selbst kompostieren können, gibt es die grüne Biotonne. Eine Standardtonne mit 60 Litern kostet 3,80 Euro im Monat. Von April bis November wird sie jede Woche geleert, im Winter alle zwei Wochen.
Die Wertstoffhöfe haben folgende Öffnungszeiten (Annahmeschluss ist immer eine halbe Stunde früher):
WWZ Nord bei Edesheim: Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr sowie am ersten und dritten Samstag des Monats von 8 bis 12 Uhr.
WWZ Süd bei Ingenheim: Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr sowie am zweiten und vierten Samstag des Monats von 8 bis 12 Uhr.