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Landkreis Spree-Neiße: Wasserstand der Spree sinkt gefährlich

Wegen der Hitze und fehlendem Regen wird die Spree immer flacher. Nun greifen die Behörden zu drastischen Maßnahmen, um den Fluss zu retten.

Im Landkreis Spree-Neiße (Brandenburg) sieht es im Flussbett der Spree schlecht aus. Die hochsommerlichen Temperaturen der letzten Wochen und der ausbleibende Regen haben die Situation verschärft. Das Wasser verschwindet immer mehr, und die Reserven in den Speichern reichen nicht mehr aus.

Schon seit 2025 regnet es im Einzugsgebiet der Spree zu wenig. In manchen Bereichen, etwa bei Bautzen, fielen nur 70 Prozent des normalen Regens. Das hatte Folgen: Die Talsperren waren im April im Schnitt nur zur Hälfte voll. Zwar konnte die Talsperre Spremberg erst einmal den Zielstand erreichen, doch wegen der Hitze sank der Pegel dort täglich um mehrere Zentimeter.

Besonders kritisch ist die Lage am Pegel Leibsch Unterpegel. Dort sollte eigentlich immer mindestens 4,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde fließen. Dieser Wert wird seit Ende Mai unterschritten. Aktuell fließen dort nur noch 1,4 Kubikmeter pro Sekunde – ein Bruchteil dessen, was nötig wäre.

Deshalb haben die Experten der Arbeitsgruppe Niedrigwasserbewirtschaftung nun die sogenannte Phase 2 ihres Notfallplans ausgerufen. Das bedeutet konkret: Es wird weniger Wasser aus der Spree abgezogen. Zudem bereiten die Behörden ein Verbot vor, damit Anlieger und Eigentümer kein Oberflächenwasser mehr aus dem Fluss entnehmen dürfen.

Zusätzlich gibt es jetzt weitere Einschränkungen. Einzelne Schleusen im Unterspreewald werden geschlossen. Betroffen sind die Schleusen Krausnicker Strom, Groß Wasserburg und der Beginn des Dahme-Umflut-Kanals. Außerdem senken die Verantwortlichen vorsichtig die Wasserstände in den Staugürteln ab, beginnend im Unterspreewald bis hin nach Schmogrow.

Das Ziel ist es, den Abfluss am Pegel Leibsch wieder auf einen Wert zwischen 2,0 und 2,5 Kubikmetern pro Sekunde zu heben. Zwar sind für diese Woche kühlere Temperaturen und etwas Regen angekündigt, doch das bringt nur kurzzeitig Besserung. Die Lage bleibt angespannt.

Ob die Maßnahmen ausreichen, um den Fluss zu stabilisieren, wird die Zeit zeigen. Die Ermittlungen und Überwachungen der Wasserstände dauern an.

Quelle: Landkreis Spree-Neiße – zur Originalmeldung

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