Landkreis Sonneberg plant neue Verteilung von Jugendgeldern
Im Landkreis Sonneberg (Thüringen) steht eine wichtige Entscheidung über Geld für junge Menschen an. Der aktuelle Plan für die Jugendförderung läuft Ende 2026 aus. Deshalb muss die Kreisverwaltung nun festlegen, wie die Gelder für die Jahre 2027 bis 2031 verteilt werden sollen.
Bisher lief es so: Der Landkreis förderte fast ausschließlich die Kreissportjugend Sonneberg. Das Geld floss vor allem in eine Vollzeitstelle und verschiedene Sachkosten. Für das Jahr 2026 sind so 87.200 Euro eingeplant, für 2027 sogar 91.500 Euro. Doch das soll sich ändern, denn auch andere Gruppen haben nun Geld beantragt.
Nach einem Beratungstermin am 3. Juni 2026 haben sich weitere Jugendverbände gemeldet. Die Verwaltung sagt deutlich: Diese Anträge kann man nicht einfach ignorieren, da die Gruppen gesetzlich einen Anspruch auf Förderung haben. Deshalb gibt es nun einen neuen Vorschlag, wie die 91.500 Euro ab 2027 aufgeteilt werden sollen.
Die sogenannte „Blaulichtfamilie“ soll einen großen Teil bekommen. Dazu gehören die Kreisjugendfeuerwehr Sonneberg, die THW-Jugend und das Jugendrotkreuz. Sie sollen zusammen 45 Prozent der Mittel erhalten. Grund dafür ist ihre Bedeutung für den Katastrophenschutz und die Sicherheit im Kreis.
Die Kreissportjugend Sonneberg bleibt zwar wichtig, muss aber teilen. Ihr werden ebenfalls 45 Prozent der Gelder zugesprochen. Die restlichen 10 Prozent sollen an andere anerkannte Jugendverbände und Gruppen gehen, etwa aus kirchlichen oder kulturellen Bereichen. So soll die Vielfalt im Landkreis erhalten bleiben.
Am Ende entscheiden jedoch nicht die Beamten, sondern die gewählten Politiker. Der Kreistag Sonneberg muss über den Vorschlag der Verwaltung noch abstimmen. Ob der Plan so übernommen wird, ist damit noch nicht endgültig geklärt.